Sidebar Werbung
Sidebar Werbung

David Öllerer, besser bekannt als Voodoo Jürgens, ist ein österreichischer Musiker, der jüngst mit seinem vierten Album „Gschnas“ einen weiteren Schritt in seiner Karriere geht. Der Sänger, der zuvor als Konditor gearbeitet hat und in der Garagenrock-Band Die Eternias aktiv war, will mit seiner neuen Produktion neue musikalische Wege beschreiten und hinterlässt die Themen seiner früheren Werke hinter sich. Wie Kleine Zeitung berichtet, geht er nicht mehr in die Tranklerbuden, die er einst besungen hat, und möchte seiner kreativen Weiterentwicklung Rechnung tragen.

Voodoo Jürgens, Jahrgang 1983 und in Tulln an der Donau geboren, hat eine besondere Beziehung zu Wien, wo er heute lebt und arbeitet. In seinen Texten, die oft im Wiener Dialekt verfasst sind, verbindet er schwarzhumorige Stilmittel mit sozialkritischen Themen und schafft so eine Verbindung zu dem, was den Austropop ausmacht. Austropop, als Musikrichtung geboren in den späten 1960er Jahren, vereint Elemente aus Pop, Rock und traditioneller Volksmusik und reflektiert die österreichische Identität. Hamkumst hebt hervor, dass bedeutende Künstler wie Wolfgang Ambros und Falco die malerische Landschaft dieser Musikrichtung prägten.

Neue Arbeitsweise und musikalische Vielfalt

Bei der Entstehung von „Gschnas“ hat Voodoo Jürgens seine Arbeitsweise grundlegend geändert. Zuerst wurden die Instrumentals geschaffen, bevor er die Texte schrieb. Diese Methode brachte anfangs Zweifel mit sich; Voodoo Jürgens beschrieb viele seiner Texte als floskelhaft, ein Gefühl, das er in dem Song „Da Zweifl“ verarbeitet hat. Die musikalische Vielfalt seines neuen Albums spiegelt sich in den unterschiedlichen Stilen wider, die nostalgische Anklänge an Künstler wie David Bowie und jazzige Elemente enthalten. Das abschließende Stück „Ka Ruah“ behandelt Sorgen und Schlaflosigkeit und gibt dem Album einen introspektiven und dunklen Ton, wie Wikipedia vermeldet.

Seine Tour, die am 7. April in Innsbruck startet und am 24. September mit einem Open Air in Wien endet, wird mit Spannung erwartet. Voodoo Jürgens hat eine entspannte Haltung gegenüber den Erwartungen seiner Fans und dem Druck des Chartserfolgs. Diese Gelassenheit könnte auch das Ergebnis seiner vielfältigen Interessen sein. Neben der Musik ist er auch als Schauspieler und Maler aktiv. Seine Gemälde werden unter anderem in Gruppenausstellungen präsentiert, wobei er alle Artworks seiner Platten selbst erstellt.

Erfolge und Einfluss im Austropop

Voodoo Jürgens, der 2016 mit „Heite grob ma Tote aus“ seinen ersten Hit landete, hat sich seither als feste Größe im Austropop etabliert. Sein Debütalbum „Ansa Woar“ erreichte höchste Chartplatzierungen und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Zu den Höhepunkten seiner Karriere zählt auch der Österreichische Filmpreis, den er 2024 für seine schauspielerische Leistung erhielt. In der Zusammensetzung seiner Musik spiegelt sich der Wandel und die Entwicklung des Austropops wider, die in den letzten Jahren durch Künstler wie Wanda neue Impulse erhalten hat.

In einer Zeit, in der traditionelle Klänge auf moderne Elemente treffen, bleibt Voodoo Jürgens ein bedeutender Vertreter seiner Generation. Mit seinem neuen Album und der bevorstehenden Tour bringt er frischen Wind in die österreichische Musikszene und zeigt, dass Austropop ebenso vielfältig wie tiefgründig ist.