Barbara Pachl-Eberhart hat durch einen tragischen Unfall ihre gesamte Familie verloren. Diese schmerzliche Erfahrung bildet den Kern ihrer Autobiografie „Vier minus drei“, die 2012 veröffentlicht wurde. Die Geschichte findet nun ihren Weg auf die große Leinwand, verfilmt vom österreichischen Regisseur Adrian Goiginger, der das Werk zur Weltpremiere bei der Berlinale bringt. Der Film, in dem Valerie Pachner die Hauptrolle der Barbara spielt, eröffnet einen tiefen Einblick in die komplexen Facetten von Trauer und Hoffnung.

Der Bestseller thematisiert nicht nur den Verlust, sondern auch den Weg zurück ins Leben. Goiginger hat sich entschieden, die Erzählung nicht chronologisch zu gestalten, sondern zwischen den schmerzhaften Momenten nach dem Unfall und den glücklichen Zeiten davor zu wechseln. Dies schafft eine eindringliche Erzählweise, die den Zuschauern ermöglicht, Barbaras Schmerz und die anhaltende Liebe zu ihrer Familie nachzuvollziehen.

Die Handlung und emotionale Tiefe

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Barbaras Liebesgeschichte mit Heli, einem Clown. Tragisch stirbt Heli bei einem Unfall mit einem Zug, während er mit den Kindern Fini und Thimo im Auto unterwegs ist. Diese Erlebnisse zeigen die quälende Ungewissheit und den Verlust der Hoffnung, die Barbara durchlebt. Mehr als nur eine Trauerbewältigung, thematisiert der Film auch Barbaras verzweifelten Wunsch, schnell wieder schwanger zu werden, und den damit verbundenen Schmerz.

Ein weiterer Aspekt des Films ist Barbaras Verlust ihres Jobs, da man ihr nicht zutraut, die Trauer zu überwinden. Goiginger gelingt es, Nähe und Zugänglichkeit durch die Darstellung der Trauer sowie die bunte Welt der Clowns zu schaffen. In ihrer darstellerischen Leistung bringt Valerie Pachner die Komplexität der Rolle eindrucksvoll zum Ausdruck.

Ein Lichtblick in dunklen Zeiten

Die filmische Adaption von „Vier minus drei“ zeigt Barbaras schrittweise Rückkehr ins Leben und die anhaltende Liebe zu ihrer Familie. Damit leistet der Film einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Thema Verlust. Wie auch in vielen autobiografischen Werken, bietet es Einblicke in persönliche Leidensgeschichten und zeigt, dass der Umgang mit dem Tod und der Trauer individuell sehr unterschiedlich sein kann.

Das Werk von Pachl-Eberhart fügt sich ein in eine lange Tradition von Trauerliteratur. Bücher wie „Das Mädchen, das gehen wollte“ oder „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ setzen sich ebenfalls mit der Thematik auseinander und bieten wertvolle Perspektiven. Diese Werke helfen nicht nur bei der Verarbeitung von Schmerz, sondern können auch anderen Menschen Unterstützung bieten, die ähnliches durchleben.

„Vier minus drei“ wird am 6. März in die österreichischen Kinos kommen und verspricht, das Publikum mit seiner emotionalen Tiefe und seiner aufrichtigen Auseinandersetzung mit Verlust und Hoffnung zu berühren. Der Film wird eine wichtige Diskussion über den Umgang mit Trauer anstoßen und damit eine Quelle der Inspiration für viele sein.

Die Verknüpfung von Biografie und Film öffnet den Raum für wichtige Gespräche über Tod, Trauer und Hoffnung. Eine Auseinandersetzung mit literarischen Stücken, die sich mit diesen Themen beschäftigen, kann zusätzliche Unterstützung bieten, etwa durch Werke, die sich mit dem Sterbeprozess befassen oder Ratgeber für Trauernde vorstellen. Für viele Menschen ist es essenziell, solche Stimmen zu hören und die Einsamkeit in ihrer Trauer zu überwinden. Mehr dazu finden Interessierte unter mymoria.de.

Auf diese Weise bietet „Vier minus drei“ nicht nur eine persönliche Erzählung, sondern auch eine universelle Botschaft über die Stärke des Lebens und die Kraft der Liebe, selbst in den dunkelsten Zeiten.