Am 10. Juni 2025 ereignete sich ein tragischer Amoklauf an einer Schule in Graz, bei dem zehn Menschen getötet und elf weitere teils schwer verletzt wurden. Zu den Verletzten zählt Sam Askari, ein damals 17-jähriger Schüler, der durch einen Kopfschuss lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Er verbrachte zwei Tage im Koma und musste mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen, in denen er zwei Operationen über sich ergehen ließ, berichtet die Kleine Zeitung.
Heute, im Jahr 2026, besucht Sam wieder die Schule und verfolgt den Traum, Rapper zu werden. Um seine Erlebnisse und die Emotionen, die der Amoklauf in ihm ausgelöst hat, zu verarbeiten, hat er ein Buch mit dem Titel „Graz, 10. Juni 2025“ veröffentlicht. In diesem Werk schildert er nicht nur die traumatischen Ereignisse des Tages selbst, sondern auch die Zeit davor sowie seine persönlichen Erfahrungen danach, wie das Portal Puls24 informiert.
Die Reise einer Familie
In seinem Buch thematisiert Sam auch die schwierige Übersiedlung seiner Familie aus dem Iran nach Graz im Jahr 2023. Er beschreibt die Herausforderungen, die mit dem Einleben in eine neue Gesellschaft einhergehen, und reflektiert sein Gefühl der Einsamkeit in dieser neuen Umgebung. Für Sam wird Musik zu einer identitätsstiftenden Kraft und Ausdrucksmittel, durch das er seine Wut verarbeitet. Dabei hat er sich entschieden, sich nicht von negativen Gefühlen bestimmen zu lassen. Er betont die Wichtigkeit, sich auf positive Aspekte und Menschen zu konzentrieren.
Das Buch regt zu tiefgründigen Überlegungen über Integration, Hoffnung, Menschlichkeit und Gewalt an. Sam plant seine Zukunft aktiv und erkennt deren Wert; eine Botschaft, die er mit seinen Lesern teilen möchte. Es ist ein eindringlicher Appell, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen und die positiven Seiten des Lebens zu betrachten.
Prävention in Bildungseinrichtungen
Angesichts der Ereignisse des Amoklaufs und der damit verbundenen Herausforderungen ist es wichtig, dass Bildungseinrichtungen über wirksame Notfallpläne verfügen. Notfallsituationen wie Amokläufe erfordern festgelegte Verhaltensweisen und Informationswege, um schnell und zielgerichtet handeln zu können. Laut den Informationen der VBG müssen Alarmpläne übersichtlich gestaltet und mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Dies schließt spezielle Pläne für Amokläufe und andere Bedrohungen ein, um in kritischen Situationen Orientierungshilfen zu bieten. Solche Maßnahmen sollten jedoch zurückhaltend eingesetzt werden.
Die schockierenden Ereignisse von Graz und die persönliche Geschichte von Sam Askari werfen ein Licht auf die vielschichtigen Themen Gewaltprävention, Integration und die Bedeutung von sozialer Unterstützung in Krisenzeiten. Sein Weg zurück zur Schule und seine künstlerischen Ambitionen zeigen, wie wichtig es ist, auch in schweren Zeiten einen Ausweg zu finden.


