In der Nacht vom 2. März 2026, um 23:42 Uhr, wurde die Feuerwehr Erkrath alarmiert, nachdem in einer Tiefgarage an der Winckelmannstraße ein Brand ausgebrochen war. Die anfängliche Bewertung der Lage führte zu einem Alarmstichwort „F2 – Garagenbrand“, das schnell auf „F3“ und Vollalarm erhöht wurde. Diese Entscheidung erfolgte aufgrund zahlreicher Notrufe und einer erheblichen Rauchentwicklung, die die Einsatzkräfte zur sofortigen Evakuierung der umliegenden Wohnhäuser veranlasste. Insgesamt mussten 18 Wohnungen geräumt werden.

Nach Angaben von Fireworld bestätigten die Einsatzkräfte vor Ort, dass sich in der Tiefgarage rund 20 Fahrzeuge befanden, darunter drei Elektrofahrzeuge und zwei elektrische Kleinkrafträder. Die Feuerwehr setzte zwei Atemschutztrupps mit Löschrohren ein und konnte den Brand eines E-Kleinfahrzeugs sowie eines elektrischen Kleinkraftrades schnell unter Kontrolle bringen. Die Bergung dieser Fahrzeuge, die mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet waren, erfolgte in einem speziellen Behälter, um die Risiken im Zusammenhang mit den Batterien zu minimieren.

Brandursache und Herausforderungen

Der mögliche Grund für den Brand wird auf einen technischen Defekt während eines Ladevorganges zurückgeführt. Dies ist ein bekanntes Risiko, da Lithium-Ionen-Batterien ein anderes Brandverhalten aufweisen als herkömmliche Fahrzeugbatterien. Laut FeuerTrutz verfügen E-Fahrzeuge über spezielle Herausforderungen bei Bränden, da beispielsweise kurzschlussbedingte innere Defekte zu gefährlichen Situationen führen können. In Tiefgaragen sind weitere Brandursachen, wie mechanische Verformungen durch Unfälle, weitestgehend ausgeschlossen.

Die Löschmethoden für E-Fahrzeuge unterscheiden sich erheblich von denen für herkömmliche Fahrzeuge. Während Wasser das geeignete Löschmittel für Lithium-Ionen-Akkus ist, wird Löschschaum nicht empfohlen. E-Auto-Brände entwickeln oft eine hohe Brandleistung und erfordern daher größere Mengen Wasser und Zeit zur Bekämpfung des Feuers. Dies stellte die Feuerwehr auch in Erkrath vor besondere Herausforderungen. Hier arbeiteten insgesamt sechs Atemschutztrupps gleichzeitig an der Brandbekämpfung sowie den Lüftungs- und Nachlöscharbeiten, die bis etwa 4:00 Uhr dauerten.

Sicherheitsaspekte und rechtliche Rahmenbedingungen

Für die Nutzung von E-Fahrzeugen in Tiefgaragen gibt es spezifische rechtliche Vorgaben, die ein sicheres Parken ermöglichen, wenn die Brandschutzmaßnahmen eingehalten werden. So stellte das Gericht am 4. Februar 2022 fest, dass das Parken von E-Fahrzeugen in Tiefgaragen nicht generell verboten werden darf. Zudem ist laut ADAC das Risiko eines Fahrzeugbrands bei E-Autos nicht höher einzustufen als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen, auch wenn brennende E-Autos mehr öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen.

Der Brand in Erkrath verdeutlicht nicht nur die Herausforderungen der Brandbekämpfung bei E-Fahrzeugen, sondern auch die Notwendigkeit einer angepassten Sicherheitsinfrastruktur in Tiefgaragen. Während das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte, bleiben weiterhin wichtige Fragen zu den optimalen Löschmethoden und Sicherheitsvorkehrungen offen, die im Hinblick auf die wachsende Zahl von E-Fahrzeugen von zentraler Bedeutung ist.