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Im Jahr 2025 verzeichnete die Europäische Union einen Rückgang der Verkehrstoten um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Laut vienna.at starben in der EU insgesamt rund 19.400 Menschen bei Verkehrsunfällen. Dieser Rückgang wird als bedeutender Erfolg angesehen, insbesondere angesichts der steigenden Fahrzeugbestände und der erhöhten Fahrkilometer. Dennoch bleibt die Herausforderung groß, da das EU-Ziel eine Halbierung der Verkehrstoten bis 2030 vorsieht.

In Österreich hingegen zeigte die Statistik einen alarmierenden Anstieg der Todesfallzahlen. Mit 397 Verkehrstoten im Jahr 2025 stieg die Zahl um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser negativen Entwicklung hatte Österreich die fünftniedrigste Unfallopferzahl seit 1950, mit nur vier Jahren unter 400 Toten seit 2020.

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EU-Ziele und Maßnahmen

Die EU hat sich 2018 das ambitionierte Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 um 50 Prozent zu senken und langfristig bis 2050 die Verkehrstoten auf null zu reduzieren, ein Konzept das als „Vision Zero“ bekannt ist. Das Europäische Parlament billigte im Oktober 2025 neue Regeln zur Modernisierung der Führerscheinvorschriften, die eine EU-weite Aberkennung von Fahrerlaubnissen bei schweren Verkehrsdelikten vorsehen.

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Wichtige Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern, umfassen sichere Geschwindigkeitsbegrenzungen, eine Null-Toleranz-Politik für Alkohol am Steuer und mehr Sicherheitsmerkmale in Verkehrsinfrastrukturen sowie Fahrzeugen. Diese Sicherheitsstrategien sind Teil des Politikrahmens der Europäischen Kommission für Straßenverkehrssicherheit von 2021 bis 2030.

Regional unterschiedliche Entwicklungen

Die höchsten Raten an Verkehrstoten wurden in Rumänien (68 pro Million Einwohner) und Bulgarien (71 pro Million) registriert. Im Vergleich dazu haben Schweden (20/Million) und Dänemark (23/Million) die sichersten Straßen. In Österreich kamen 2025 insgesamt 43 Todesfälle pro Million Einwohner hinzu, was einen Anstieg um fünf Todesfälle im Vergleich zu 2024 darstellt. EU-weit machen Männer 77 Prozent der Verkehrstoten aus, während Frauen 23 Prozent der Opfer darstellen.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, die in unterschiedlichen Jahreszeiten variieren. Fußgängerunfälle häufen sich vor allem in den dunklen Monaten, während Motorrad- und Fahrradunfälle häufig im Sommer auftreten. Besorgniserregend ist auch die steigende Zahl der durch E-Scooter verursachten Verkehrstoten, die zwischen 2021 und 2024 auf 148 anstieg, obwohl E-Scooter nur einen Prozentanteil am Gesamtfahrzeugbestand haben.

In Deutschland, einem der größeren Länder der Union, starben im Jahr 2023 über 2.800 Menschen bei Verkehrsunfällen, was einem Durchschnitt von acht Verkehrstoten pro Tag entspricht. Daten von destatis.de zeigen darüber hinaus, dass die EU bis 2030 plant, die Zahl der Straßenverkehrstoten und Schwerverletzten erheblich zu senken.