In Österreich wurden im Jahr 2025 insgesamt 8,6 Milliarden Liter Treibstoff getankt, was einem Rückgang von rund 300 Millionen Litern im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung führte zu einem Rückgang der CO2-Emissionen des Verkehrs, die nun bei 18,9 Millionen Tonnen liegen und damit ein Drittel höher sind als im Jahr 1990. Trotz dieser Fortschritte werden die Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen als zu langsam kritisiert, wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) feststellt. Laut dem VCÖ ist eine verstärkte Anstrengung erforderlich, da andere Sektoren seit 1990 ihre Emissionen deutlich gesenkt haben.
Die Daten umfassen den innerösterreichischen Flugverkehr, jedoch sind internationale Flüge nicht inbegriffen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Dieselverbrauch um circa fünf Prozent reduziert, während der Benzinverbrauch um 0,8 Prozent anstieg. Diese Veränderungen trugen zu einer geschätzten Reduktion der CO2-Emissionen um etwa 0,4 Millionen Tonnen bei.
Fahrzeugarten und ihre Emissionen
Besonders auffällig ist die steigende Zahl an Elektrofahrzeugen, die eine bedeutende Rolle im Rückgang der klimaschädlichen Emissionen spielen. Die Anzahl der Elektro-Pkw stieg auf 254.000, während die Zahl der Diesel-Pkw um 95.000 gesenkt wurde. Gleichzeitig erlebte der Lkw-Verkehr eine Stabilität, die den Dieselverbrauch dämpfte. Die Anzahl der auf der Schiene gefahrenen Kilometer überschritt mit 15 Milliarden Personenkilometern im Jahr 2024 einen Rekordwert.
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts können Fahrzeuginformationen nach Kraftstoffart in der Zulassungsbescheinigung nachverfolgt werden. Die Marktanteile der verschiedenen Antriebsarten sowie deren Neuzulassungen zeigen ebenfalls interessante Trends. So gab es im November 2025:
| Kraftstoffart | Neuzulassungen | Prozentualer Anteil | Änderung im Vergleich zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Benzin | 61.067 | 24,4% | -21,1% |
| Diesel | 29.471 | 11,8% | -19,3% |
| Hybrid | 103.349 | 41,2% | +9,3% |
| Elektro (BEV) | 55.741 | 22,2% | +58,5% |
Vergleich mit Deutschland und Herausforderungen
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Deutschland sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat, um die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 65 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Der Verkehrssektor hat hierbei jedoch bisher kaum zur Emissionsminderung beigetragen. Der Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen stieg von 13 % im Jahr 1990 auf 22 % im Jahr 2023, während die Fahrleistung und der damit verbundene CO2-Ausstoß trotz besserer Technologie weiterhin steigen.
In Deutschland verursachten Pkw pro Kilometer zwar weniger Emissionen durch strengere Abgasvorschriften, jedoch blieb der gesamte CO2-Ausstoß aufgrund zunehmender Fahrleistungen konstant hoch. Ähnliche Muster sind auch in Österreich zu beobachten, was die Dringlichkeit für klimaschutzpolitische Maßnahmen erhöht. Der VCÖ schlägt unter anderem niedrigere Tempolimits als mögliche Maßnahme zur gesamten Emissionsreduktion vor.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz der positiven Entwicklung bei der Treibstoffnutzung und den steigenden Zahlen an Elektrofahrzeugen noch viel getan werden muss, um die Klimaziele zu erreichen und einen spürbaren Rückgang der Verkehrsemissionen zu bewirken. Der Weg zur klimaneutralen Mobilität erfordert daher klare und konsequente politische Maßnahmen.