Ein schwerer Fall von sexuellem Missbrauch hat in Österreich für Entsetzen gesorgt. Ein 67-jähriger Mann aus dem Pongau wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem er über einen Zeitraum von fast zehn Jahren seine Tochter missbraucht hat. Der Missbrauch begann, als das Mädchen erst 12 Jahre alt war, zunächst durch unsittliche Berührungen und später durch wiederholte Vergewaltigungen. Das Hauptopfer ist mittlerweile 23 Jahre alt. Der Angeklagte soll zudem auch seine Stiefkinder misshandelt haben.
Das Gericht wertete die Aussagen der Tochter als glaubwürdig, obwohl sie nicht persönlich anwesend war. Stattdessen wurde ein Video mit ihrer früheren Aussage abgespielt. Die Anklage umfasste schwere Delikte wie sexuellen Missbrauch Unmündiger, Vergewaltigung, Blutschande, Körperverletzung und Freiheitsentzug. Der Angeklagte versuchte, seine Schuld zu bestreiten und behauptete, es handele sich um eine Intrige gegen ihn, um an sein Geld zu gelangen. Diese Version wurde jedoch vom Gericht nicht geglaubt. Die Vielzahl und Dauer der Taten hatten maßgeblichen Einfluss auf das Strafmaß.
Hintergrund zu sexuellem Missbrauch
Sexueller Missbrauch, wie er in diesem Fall offenkundig wurde, ist in unterschiedlichen Kontexten anzutreffen. Er passiert oft in Machtverhältnissen, in denen rechtlich keine sexuellen Handlungen möglich sind, insbesondere im Verhältnis von Erwachsenen zu Kindern oder Jugendlichen. Der Begriff „sexueller Missbrauch“ ist in Deutschland weit verbreitet und wird häufig in der Öffentlichkeit, in den Medien sowie im Strafgesetzbuch verwendet. Diese Taten können nicht nur körperliche Gewaltsituationen beinhalten, sondern auch subtilere Formen von Missbrauch, die das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen ausnutzen, um emotionale Abhängigkeiten zu schaffen.
Wie eine statistische Erfassung des Bundeskriminalamts zwischen 2014 und 2024 zeigt, ist das Ausmaß von sexuellem Missbrauch in Deutschland besorgniserregend. Die veröffentlichten Daten unterstreichen die Notwendigkeit, präventive Maßnahmen zu stärken und die Aufklärung über sexuelle Gewalt und ihre verschiedenen Formen zu intensivieren. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die ein erhöhtes Risiko haben, Opfer sexualisierter Gewalt zu werden. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um effektive Maßnahmen gegen Missbrauch zu entwickeln und das Bewusstsein in der Gesellschaft zu schärfen.
In vielen Fällen wird der Begriff „Missbrauch“ kritisch betrachtet, da er möglicherweise die Vorstellung impliziert, dass es auch einen legitimen „Gebrauch“ an sexuellen Handlungen geben kann. Experten plädieren daher für die Verwendung von Begriffen wie „sexuelle Gewalt“ oder „sexualisierte Gewalt“, um die brutale Realität dieser Taten besser zu reflektieren und zu verdeutlichen, dass es sich hierbei um Gewaltakte handelt.