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Unzufriedenheit mit Schilling: Steirer Thomas Waitz holt mehr Vorzugsstimmen in Wien und Salzburg

Offenbar deutliche Unzufriedenheit mit Lena Schilling: Waitz auf dem Weg an die Spitze der Grünen Liste

Grüner Aufstieg: Waitz überholt Schilling auf grüner Liste

Die grüne EU-Liste zeigt eine unerwartete Verschiebung, als Thomas Waitz, der bisherige EU-Parlamentarier der Grünen, mit 24.618 Vorzugsstimmen in Wien auf Platz eins vorrückt. Lena Schilling, die grüne Spitzenkandidatin, erhält dagegen nur 13.648 Vorzugsstimmen in der Hauptstadt. Waitz übertrifft nicht nur Schilling, sondern auch alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten der anderen Parteien in Wien, eine bemerkenswerte Entwicklung.

In den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg setzt sich dieser Trend fort, indem Waitz Schilling selbst hier übertrifft. Mit 3277 Vorzugsstimmen in Salzburg zeigt Waitz eine klare Präsenz gegenüber Schilling und deutet auf einen möglichen ersten Listenplatz hin, nicht nur in Wien, sondern auch in anderen Regionen.

Auswirkungen des Vorzugsstimmensystems

Das Vorzugsstimmensystem spielt eine entscheidende Rolle, indem Kandidaten, die fünf Prozent der Wähler ihrer Partei für sich gewinnen, bevorzugt werden. Mit voraussichtlich 380.000 Stimmen insgesamt bei den Wahlen überspringt Waitz in Wien allein die Fünf-Prozent-Hürde. Ennser-Jedenastik, Politikwissenschaftler, betont die wichtige Rolle des Systems und die Entlastung des Unmuts einiger Wähler durch die Möglichkeit der Vorzugsstimmen.

Wechsel an der Spitze: Waitz als potenzieller Delegationsleiter

Obwohl die Grünen bei der EU-Wahl 10,9 Prozent erreichen und Platz vier sichern, verliert die Partei ein Mandat im Vergleich zur vorherigen Wahl. Waitz und Schilling werden die Grünen im EU-Parlament vertreten, wobei Waitz möglicherweise die Rolle des Delegationsleiters übernehmen könnte. Diskussionen über diese Entscheidung sollen in den kommenden Tagen geführt werden und ihre zukünftige Position im Parlament klären.

Positives Ergebnis trotz Kritik

Schilling, die unter Kritik stand, zeigt sich trotz zahlreicher Vorwürfe und Schlagzeilen, die sie belasteten, zufrieden mit dem Gesamtergebnis der Grünen. Die Entscheidung, Schilling zur Spitzenkandidatin zu ernennen, wird von der Führung als richtig und gut bewertet, obwohl politische Beobachter einen deutlicheren Absturz erwartet hatten. Die Grünen bleiben standhaft und optimistisch in Bezug auf die Zukunft nach den Wahlen.

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