Ein 27-jähriger Mann erlitt am Dienstagnachmittag bei Holzerntearbeiten im Bezirk Völkermarkt schwere Verletzungen. Der Vorfall ereignete sich am 3. März gegen 16:40 Uhr in Nageltschach, Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See, als der Mann gerade eine trockene Kiefer fällen wollte. Aufgrund der Nähe zur Landesstraße war der Baum mit einer Seilwinde gesichert, doch während der Arbeiten brach der Baum durch die Spannung des Seils und fiel in Richtung des Arbeiters, der am Kopf getroffen wurde. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Klagenfurt geflogen, nachdem der Rettungsdienst erste Hilfe geleistet hatte. Die genauen Umstände des Unfalls sind aktuell Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Holzernte birgt Risiken

Unfälle bei der Holzernte sind leider keine Seltenheit. Laut der SVLFG entstehen viele dieser Vorfälle durch unsachgemäßes Fällen und Missachtung der sogenannten Rückweiche, dem Sicherheitsabstand zum fallenden Baum. Personen, die im Privatwald Holz fällen wollen, sollten stets ausgebildete Fachkräfte hinzuziehen. Für nicht ausgebildete Personen werden Motorsägen-Kurse empfohlen. Das Praktizieren von Holzernte sollte niemals leichtfertig geschehen, und Waldbesitzer können professionelle Dienstleister beauftragen, um das Risiko zu minimieren.

Sicherheitsmaßnahmen in der Holzernte

Um sicher beim Holzfällen zu arbeiten, sind einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen unerlässlich:

  • Nicht allein arbeiten.
  • Immer ein Handy für Notfälle dabei haben.
  • Schutzausrüstung tragen, einschließlich Schnittschutzhosen, Handschuhe, Sicherheitsstiefel und Helm mit Gesichts- und Gehörschutz.
  • Den Baum vor dem Fällen gründlich beurteilen und die Gefahren im näheren Umfeld einschätzen.
  • Eine Sicherheitszone im Abstand der doppelten Baumlänge einrichten.
  • Die Fällung stets vorbereiten und den Gefahrenbereich absichern.

Wie KWF berichtet, ist das Unfallgeschehen in der Forstwirtschaft in Deutschland über die Jahre hinweg besorgniserregend geblieben. Diese Statistiken spiegeln die häufigsten Unfallursachen wider und zeigen, dass die meisten Verletzungen durch Stürze, herabfallende Baumteile und den unsachgemäßen Gebrauch von Werkzeugen verursacht werden. Die Gefahren sind real und erfordern höchste Aufmerksamkeit und Qualifikation derjenigen, die in der Forstwirtschaft tätig sind.

Der Fall des 27-jährigen Mannes ist ein tragisches Beispiel für die potenziellen Gefahren bei Forstarbeiten und unterstreicht die Notwendigkeit strikter Sicherheitsmaßnahmen und Schulungen in diesem gefährlichen Berufsfeld.