Am 16. Februar 2026 öffnete die Wiener Hofburg erneut ihre Pforten für die Rudolfina-Redoute, den größten Maskenball Österreichs. Unter dem Motto „Student sein in Wien“ nahmen über 3.600 Gäste, darunter hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft, an diesem prachtvollen Fest teil. Veranstaltet von der KÖStV Rudolfina Wien, gilt diese Veranstaltung als Inbegriff klassischer Ballkultur in Wien, die ihre Ursprünge in der österreichisch-ungarischen Monarchie hat.
Die Festlichkeiten begannen um 21:00 Uhr mit traditionellen Einzügen und musikalischer Begleitung. Die Eröffnungsansprache hielt Oliver Hödl, der als Ballvater fungierte. Der Eröffnungstanz, eine bezaubernde Walzeraufführung mit dem Titel „Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust“, setzte den festlichen Rahmen für den Abend. Die musikalische Begleitung übernahm ein vielfältiges Ensemble, darunter das Symphonieorchester der Klangvereinigung und DJs wie Stefano Munari und GS, die die Stimmung bis spät in die Nacht anheizten.
Tradition und Highlights
Besonders im Fokus standen die musikalischen Darbietungen, die unter anderem mit der „Akademischen Festouvertüre“ und dem Traditionsstück „Gaudeamus igitur“ aufwarteten. Ein weiteres Highlight des Abends war die Wahl der „Schönsten Maske Wiens“, bei der eine prominente Jury die besten Kostüme prämierte. Die Demaskierungsquadrille um Mitternacht, bei der Damen ihre Identitäten lüfteten, sorgte für zusätzliche Spannung.
Das Event ist nicht nur eine Feier des akademischen Lebens, sondern zelebriert auch die Couleurtradition. Für viele ist die Rudolfina-Redoute der Höhepunkt der Ballsaison, die in Wien traditionell vom 11. November bis zum Faschingsdienstag dauert. Die strenge Kleiderordnung, bei der Damen in langen Abendkleidern und Masken und Herren in eleganter Abendgarderobe erscheinen, verleiht dem Ball eine besondere Atmosphäre.
Prominente Gäste
Zu den prominenten Gästen der diesjährigen Veranstaltung zählten unter anderem Bundeskanzler Christian Stocker, Staatssekretär Alexander Pröll sowie Christa Schnabl und Andrea Schenker-Wicki, führende Persönlichkeiten aus der akademischen Welt. Diese verschiedenen Facetten und die Rückkehr zur Ballkultur zeigen, dass die Rudolfina-Redoute ein zeitloses Ereignis ist, das auch nach mehr als 90 Jahren, seit sie zum ersten Mal 1923 gefeiert wurde, nichts von seiner Faszination verloren hat.
Die Rudolfina-Redoute, deren erste Ausführung in der Hofburg bereits 1927 stattfand, und die keine Redoute zwischen 1938 und 1945 aufgrund der nationalsozialistischen Herrschaft erleben konnte, hat sich als zentraler Bestandteil der Wiener Balltradition etabliert. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Rückblick auf exquisite Eleganz, sondern auch eine Hommage an die lange Geschichte von Gesellschaftsbällen in Wien, die über 400 solcher Ereignisse jährlich beheimatet.
Für weitere Informationen über die Geschichte und die Tradition der Rudolfina-Redoute, die sich 1899 mit dem ersten Maikränzchen begann, schauen Sie auf Wikipedia oder erkunden Sie das Geschichts-Wiki.