Seit den Nachtstunden auf den 20. Februar 2026 sind Feuerwehren in sämtlichen österreichischen Bundesländern, mit Ausnahme von Kärnten und Vorarlberg, im Einsatz, um auf die Herausforderungen, die schwere und nasse Schneefälle mit sich bringen, zu reagieren. Über 1.300 Feuerwehren mit mehr als 13.000 Feuerwehrmitgliedern sind mobilisiert worden, um örtliche Gegebenheiten zu entschärfen und Sicherheit zu gewährleisten. Fällungen umgestürzter Bäume und das Freimachen blockierter Straßen stehen dabei im Vordergrund der Einsätze.

Die derzeitige Wetterlage führt zu zahlreichen Notfällen, wobei die Feuerwehrmitglieder in vielen Regionen im Dauereinsatz sind. Im Burgenland sind beispielsweise 210 Feuerwehren aktiv, in erster Linie im Südburgenland, wo aufgrund umgestürzter Bäume bereits Verkehrshindernisse beseitigt werden mussten. Auch die nördlichen Landesteile sind zunehmend betroffen, wobei die Feuerwehrleute derzeit verstärkt Fahrzeugbergungen von PKWs, LKWs sowie Schul- und Linienbussen durchführen.

Einsatzbedingungen und Herausforderungen

Die Einsatzkräfte stehen vor besonders erschwerten Bedingungen, da starker Wind zu zusätzlichen Schneeverwehungen führt. Dies erschwert die Arbeit der Helfer erheblich. In den Bezirken Güssing und Jennersdorf sind lokale Stromausfälle auf umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste zurückzuführen, was zusätzliche Herausforderungen darstellt. Die Feuerwehren unterstützen die Energieversorger bei Sicherungsmaßnahmen und der Freimachung der Zufahrtswege zu den Schadstellen.

Die aktuelle Situation kann als weiterer Hinweis auf verstärkte klimatische Einflüsse in Österreich gewertet werden. Feuerwehrpräsident Robert Mayer betont, dass die Herausforderungen durch Elementarereignisse, die immer häufiger auftreten, auch die Ausbildung und Struktur der Feuerwehr erfordern. Der Klimawandel zeigt bereits seine Auswirkungen, was in der Feuerwehrstatistik 2023 sichtbar wird, die über 34.000 Einsätze allein in diesem Jahr dokumentiert. Durch diese Einsätze wurden 9.354 Menschen und 7.010 Tiere gerettet, wobei die Feuerwehr als ein zentraler Bestandteil der Sicherheitslandschaft in Österreich agiert.

Ausblick auf zukünftige Herausforderungen

Die zunehmen Herausforderungen durch extreme Wetterlagen erfordern laut Mayer besondere Maßnahmen, darunter eine starke Mitgliederstruktur, zusätzliche Ausbildungsformate sowie technische und taktische Innovationen. Auch die nachhaltige Finanzierung der Feuerwehren wird relevant, um auf die steigenden Anforderungen reagieren zu können.

Das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmitglieder bleibt entscheidend für die Funktionsfähigkeit des Systems in Österreich. Daher gilt ein besonderer Dank allen Feuerwehrmitgliedern, ihren Angehörigen und Arbeitgebern für deren Unterstützung und Verständnis in Zeiten wie diesen. Die Entwicklungen in der aktuellen Wetterlage zeigen, dass die österreichischen Feuerwehren bereit sind, auch in Krisensituationen schnell und effektiv zu handeln.

Für aktuelle Informationen zu den Einsätzen und der Einsatzlage in Österreich besuchen Sie bitte Fireworld oder Bundesfeuerwehrverband.