Am 28. Jänner 2026 fand im Gemeindesaal von Nußdorf-Debant die Vollversammlung des Tourismusverbandes Osttirol (TVBO) statt. Nur etwa 40 der 120 verfügbaren Stimmberechtigten waren anwesend. Unter den Teilnehmern befanden sich vor allem Mitarbeiter des TVBO, Bürgermeister sowie Vertreter verschiedener Organisationen, jedoch kaum Industrievertreter oder nennenswerte Geber. Dies berichtet Dolomitenstadt.
In der Versammlung ließ Obmann Franz Theurl positive Entwicklungen im Osttiroler Tourismus anklingen. Der Schuldenstand des TVBO hat sich von 9 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 963.300 Euro im Jahr 2025 verringert. Zudem verzeichnete der Verband ein Guthaben von 2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt sogar über 80 %, während der Verschuldungsgrad unter 10 % gesenkt werden konnte.
Finanzen und Zukunftspläne
Die Einnahmen des Verbands stiegen von 8 Millionen Euro im Jahr 2015 auf über 11 Millionen Euro im Jahr 2025. Rund 6,3 Millionen Euro dieser Einnahmen stammen aus den Zwangsabgaben der Osttiroler Unternehmen, während 4,5 Millionen Euro aus Aufenthaltsabgaben generiert wurden. Eine mögliche Anhebung der Aufenthaltsabgabe von 2,60 Euro auf 3,50 Euro wurde von Theurl vorgeschlagen.
Die Nächtigungen in Osttirol sind für den Winter bei ca. 900.000 und für den Sommer bei etwa 1,2 Millionen verzeichnet. Besonders die gehobene Hotellerie, also 4- und 5-Sterne-Betriebe, trägt mit einem Viertel zur Gesamtnächtigungszahl bei. Das Marketingbudget des TVBO beträgt über 4 Millionen Euro, jedoch gibt es keine genaue Aufgliederung dieser Ausgaben.
Die Verwaltungskosten belaufen sich auf fast 3,3 Millionen Euro und weitere Gelder sind für Schuldenrückzahlungen sowie Infrastrukturprojekte vorgesehen.
Optimismus für die Zukunft
Für die kommenden Jahre hat der TVBO ehrgeizige Ziele. Die Intensivierung des Marketings, die Umsetzung von Infrastrukturprojekten sowie die Unterstützung einer Bettenoffensive stehen ganz oben auf der Agenda. Auch im Hinblick auf zukünftige Nächtigungen zeigten sich die Verantwortlichen optimistisch. So wurden für die Wintersaison 2024/2025 885.292 Nächtigungen verzeichnet, was zwar 2% unter dem Vorjahr liegt, während die Sommernächtigungen 2025 eine Steigerung von 1,6% auf 1.261.521 Nächtigungen zeigen.
Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der digitalen Gästekarte, deren Anteil an digitalen Meldungen von 35 % im Jänner 2025 auf 93 % angestiegen ist. Obmann Theurl sprach in seiner Eröffnungsrede von Optimismus für die Region und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit Paul Tolloy, dem neuen Leiter der Tourismusabteilung des Landes, der den Verband ebenfalls lobte und die Pläne für die Region unterstützte.
Der Jahresabschluss 2024 wurde von allen Anwesenden einstimmig genehmigt. Die Erträge beliefen sich auf 12,6 Millionen Euro, die Personalkosten lagen bei 2,2 Millionen Euro und der Jahresgewinn betrug 268.000 Euro. Das Darlehensvolumen sank auf 1,7 Millionen Euro, was einem historischen Tiefstand entspricht. Diese Entwicklungen verleihen dem TVBO und der gesamten Region weiteren Schwung und unterstreichen die positiven Perspektiven für die Zukunft, wie auch Osttirol Heute in einem Bericht hervorhebt: Osttirol Heute.
Für detailliertere Informationen und einen umfassenden Überblick über die Entwicklungen im Osttiroler Tourismus lesen Sie bitte auch den Artikel von Krone.at.