US-Präsident Donald Trump hat aktuelle Entwicklungen im Iran kommentiert und betont, dass Teheran an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert sei. In einem Interview bezeichnete Trump die Situation mit dem Iran als „im Fluss“ und kündigte die Entsendung einer großen US-Kriegsflotte, angeführt vom Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“, in die Region an. Neben dem Träger sind mehrere Begleitschiffe und Tausende Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge in die Richtung verschifft worden, um eine potentielle militärische Eskalation abzuwenden, wie Vienna.at berichtet.
Das US-Militärkommando CENTCOM bestätigte die Ankunft der Kriegsschiffe, ohne genaue Positionen bekanntzugeben. Trump schloss in seinen Äußerungen nicht aus, dass militärisches Eingreifen im Iran möglich sei, insbesondere im Licht der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten, bei denen laut dem Menschenrechtsnetzwerk HRANA mindestens 6.126 Menschen ums Leben kamen. Dies umfasst 5.777 Protestierende, 11.009 Verletzte und 41.880 Festnahmen. Diese Unruhen stellen die größte innenpolitische Herausforderung für die iranische Führung seit Jahren dar, wie Tagesschau.de hinzufügt.
Forderungen nach Regierungswechsel
Nach den gewaltsamen Protesten äußerte Trump die Hoffnung, dass Teheran ein Abkommen anstrebt, und erklärte, dass mehrere Kontaktversuche zur Verhandlung unternommen wurden. Gleichzeitig forderte er einen Regierungswechsel im Iran. Der iranische Präsident Massoud Pezeshkian hingegen warnte vor den Folgen einer Aggression gegen das Regime und drohte mit einem umfassenden Krieg. Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei machte Trump für die Proteste verantwortlich und bezeichnete ihn als „Verbrecher“, was die angespannten Beziehungen zwischen den beiden Staaten weiter verschärft hat.
Trump warnte die iranische Führung zudem vor weiteren Hinrichtungen von Demonstranten und einer möglichen Wiederaufnahme des Atomprogramms. Er unterstrich, dass die USA den Iran genau beobachten und dass „viele Schiffe für den Fall der Fälle“ in die Region unterwegs seien, wie ZDF.de berichtet.
Militärische Vorbereitungen und regionale Sicherheit
Die US-Flotte soll zusätzliche offensive und defensive Möglichkeiten bieten, falls sich Trump für einen militärischen Angriff auf den Iran entscheidet. Laut Regierungsberichten sind auch F-15E-Kampfflugzeuge in Jordanien stationiert, und Luftabwehrsysteme wurden mobilisiert, um US-Einrichtungen zu schützen. Parallel dazu erklärte ein hochrangiger Militärvertreter des Iran, dass die iranischen Streitkräfte die Aktivitäten der „Feinde“ aufmerksam beobachten, während das iranische Außenministerium vor den regionalen Auswirkungen einer Eskalation warnt. Trump hat jedoch betont, dass er eine Eskalation vermeiden möchte und weitere Konsultationen mit seinen Sicherheitsberatern plant.
Die Situation bleibt angespannt, während Iran sich einer ständigen militärischen Bedrohung durch die USA gegenüber sieht. Militärische Einheiten im Iran sind auf das schlimmste Szenario vorbereitet und in höchster Alarmbereitschaft, das unterstreicht die besorgniserregende Situation in der Region.