Der Bürgermeister von New York, Zohran Mamdani, hat eine überraschende Zusammenarbeit mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Aussicht gestellt. Ziel ist der Bau von über 12.000 neuen Wohnungen in der Metropole, was als das größte Wohnungsbauprojekt seit 1973 gilt, wie oe24.at berichtet. Diese Verbindung kommt in einer Zeit zustande, in der beide Politiker normalerweise erhebliche politische Differenzen in Fragen wie Migration, Sozialpolitik und Wirtschaft aufweisen.
Das jüngste Treffen zwischen Mamdani und Trump, das bereits das zweite in diesem Jahr war, zeigt, dass trotz ihrer gegensätzlichen politischen Ansichten eine Grundlage für Zusammenarbeit geschaffen wurde. Während Mamdani im Wahlkampf Trump heftig kritisierte und die hohen Lebenshaltungskosten in New York als zentrales Thema seiner Kampagne wählte, hat Trump in der Vergangenheit den Bürgermeister bereits als „Kommunisten“ bezeichnet und mit der Einbehaltung von Bundesmitteln gedroht.
Politische Differenzen und gemeinsame Ziele
Bei dem Treffen im Weißen Haus spielte auch die Festnahme einer Studentin an der Columbia University eine Rolle. Mamdani äußerte seine Bedenken zu diesem Vorfall, nachdem Bundesbeamte sich Zugang zu einem Wohnheim verschafft hatten, um die Studentin festzunehmen. Trump informierte Mamdani nach dem Treffen darüber, dass die Studentin wieder auf freiem Fuß sei. Diese schnelle Reaktion auf Mamdanis Intervention wurde von einigen US-Medien als Hinweis auf den möglichen Einfluss des Bürgermeisters auf den ehemaligen Präsidenten gedeutet.
Mit den bevorstehenden Zwischenwahlen im November, bei denen über das Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatssitze abgestimmt wird, könnten diese politischen Machenschaften zusätzlichen Druck auf beide Politiker ausüben. Umfragen zeigen sinkende Zustimmungswerte für Trumps Politik, was seine Bereitschaft erhöhen könnte, Kompromisse einzugehen, um Unterstützung zu gewinnen. Mamdani und Trump scheinen sich also auf ein gemeinsames Ziel zu konzentrieren, während ihre ideologischen Differenzen weiterhin bestehen.
Neues Wohnprojekt in New York
Inmitten dieser politischen Dynamik möchte die Stadt New York den Druck auf den Wohnungsmarkt vermindern. Der Bau von über 12.000 neuen Wohnungen könnte dabei helfen, der extremen Wohnungsnot entgegenzuwirken, die viele Menschen betrifft. New York ist führend bei der Umwandlung von Bürogebäuden in Wohnraum, unterstützt durch neue staatliche Anreize. Beispielsweise wurde 25 Water Street, ein ehemaliges Bürogebäude von JPMorgan, in ein Wohngebäude mit 1.320 Wohnungen umgewandelt, wie businessinsider.de beschreibt.
Rund die Hälfte dieser Wohnungen ist bereits vermietet, und etwa ein Viertel der Einheiten steht für Mieter zur Verfügung, die zwischen 40 und 90 Prozent des ortsüblichen Durchschnittseinkommens verdienen. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum in der Stadt hoch bleibt, auch wenn das Bewerbungsverfahren der Stadt oft schleppend verläuft. Die Umwandlung von Büro- in Wohnräume ist jedoch architektonisch komplex und finanziell herausfordernd, was die Stadt vor zusätzliche Hürden stellt.
Insgesamt deutet die Zusammenarbeit zwischen Mamdani und Trump auf eine pragmatische Annäherung hin, die möglicherweise neue Impulse für den New Yorker Wohnungsmarkt geben könnte, während sich beide Männer gleichzeitig durch ihre politischen Differenzen navigieren müssen.