Präsident Donald Trump hat angekündigt, ein Lazarettschiff nach Grönland zu entsenden, um die medizinische Versorgung auf der Arktisinsel zu unterstützen. Er bezeichnete das Schiff als „toll“, gab jedoch keine spezifischen Details zu dessen Ausstattung oder Einsatz bekannt. Diese Ankündigung wurde über Trumps Plattform Truth Social verkündet und folgt auf frühere Drohungen, Grönland notfalls mit Gewalt zu annektieren, was zu erheblichen Spannungen mit Dänemark geführt hat.
Das Lazarettschiff, das zur US-Marine gehört, hat Platz für rund 1.000 Krankenhausbetten, darunter 80 Intensivbetten. In der Vergangenheit wurden diese Schiffe oft bei Naturkatastrophen und während der Corona-Pandemie eingesetzt. Trotz der Entsendung bleibt unklar, ob dieser Schritt mit Dänemark oder Grönland abgesprochen wurde, da es zur Zeit keine Berichte über einen akuten medizinischen Bedarf bei der Bevölkerung von knapp 57.000 Menschen gibt.
Unklarheiten und Spannungen
Die US-Marine hat lediglich zwei dieser großen Lazarettschiffe, und die Vorbereitungen für den Einsatz eines von ihnen können einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Zeitrahmen für die Ausfahrt des Schiffs ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt unbekannt. In Grönland ist das Krankenhaus Königin Ingrid in Nuuk für komplizierte medizinische Fälle zuständig, wobei Notfälle in Einzelfällen nach Dänemark verlegt werden.
Europäische Länder wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich haben Dänemark und Grönland im Konflikt mit den USA Unterstützung zugesichert. Dänemark und Grönland lehnen strikt eine Annexion durch die USA ab und haben Gespräche mit der US-Regierung aufgenommen, um die Spannungen zu entschärfen und nach einem Kompromiss zu suchen.
Zusätzliche Entwicklungen
Es gab keine Berichte über eine konkrete Notwendigkeit für das Lazarettschiff, was auf eine mögliche Signalwirkung für Trumps Ziel hindeuten könnte, den US-Einfluss in Grönland zu erweitern. Am 22. Februar flogen dänische Streitkräfte zuletzt ein Besatzungsmitglied eines US-U-Boots nach Nuuk wegen eines medizinischen Notfalls.
Die Entwicklungen rund um die geplante Entsendung des Lazarettschiffs werfen Fragen über die künftigen US-amerikanischen Beziehungen zur Region auf, insbesondere im Hinblick auf Trumps vorherige aggressive Rhetorik.
Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die Berichte von oe24, Zeit und Spiegel verfolgen.