Am 5. März 2026 äußerte sich US-Präsident Donald Trump in einem Interview gegenüber „Politico“ optimistisch über die laufende Militärkampagne gegen den Iran. Trump erklärte, dass er Einfluss auf die Wahl eines neuen iranischen Führers nehmen wolle. „Ich werde großen Einfluss haben, oder es wird keine Einigung geben“, betonte er und setzte das Ziel, einen Führer zu installieren, der das Land ohne Atomwaffen aufbauen kann. Namhafte Persönlichkeiten, wie der Sohn des getöteten Ajatollah Ali Khamenei, wurden als „inkompetent“ ausgeschlossen.

Der US-Präsident analysierte die militärische Lage im Iran und beschrieb das iranische Militär als „nahezu vollständig zerstört“ und ohne Marine, Luftwaffe oder Radar. Trump lobte Verteidigungsminister Pete Hegseth und pries die Stärke des US-Militärs, das über „unbegrenzte Waffenvorräte“ verfüge. In diesem Kontext prognostizierte er, dass Kuba das nächste Ziel nach dem Iran sein wird. Zudem bestätigte Trump, dass bereits Kontakt zur kommunistischen Führung in Havanna besteht.

Militärische Eskalation im Iran

Gerade am vergangenen Samstag starteten die USA eine umfassende Militärkampagne, genannt Operation Epic Fury, gegen den Iran. Laut dem Iranischen Roten Halbmond wurden dabei mindestens 787 Menschen getötet, während sechs US-Soldaten in den Kämpfen ihr Leben verloren und 18 weitere verletzt wurden. Die US-Militäraktionen erfolgten als Antwort auf irakische Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel sowie US-Objekte in der Region.

Der US-Verteidigungsminister Hegseth berichtete über einen Vorfall, bei dem ein Projektil die Luftabwehr durchbrach und eine US-Militärposition – möglicherweise in Kuwait – traf. Besonders tragisch war der tödlichste Vorfall in der Stadt Minab, wo ein Angriff eine Grundschule für Mädchen traf und mindestens 165 Schüler leidtragend wurden. Trump selbst hatte in der Vergangenheit erklärt, dass die Bedrohung durch den Iran „unerträglich“ geworden sei, was die Rechtfertigung für die Militäraktionen darstellt.

Politische Entwicklungen und internationale Reaktionen

Die Gründe für den Angriff sind vielschichtig. Damit möchte die US-Regierung das iranische Atomprogramm stoppen, präventive Verteidigung gegen mögliche Angriffe auf US-Truppen und Verbündete gewährleisten und einen Regimewechsel im Iran herbeiführen. Zudem wird die Unterstützung Irans für Gruppen wie Hezbollah, Houthis und Hamas in der US-Argumentation hervorgehoben. Experten warnen jedoch, dass rein luftgestützte Angriffe das iranische Atomprogramm nicht nachhaltig beenden können und eine mögliche Bodenoperation weitaus komplizierter wäre als die Invasion im Irak 2003.

Trump macht deutlich, dass er „niemals nie“ sagen würde, was die Entsendung von US-Truppen betrifft. Zudem könnten demokratische Abgeordnete versuchen, die Trump-Administration durch eine Resolution dazu zu zwingen, ihre militärischen Operationen im Iran zu beenden. Politische Spannungen bestehen auch hinsichtlich der War Powers Resolution von 1973, die den Präsidenten in seinen militärischen Entscheidungen einschränkt.

Zusätzlich wird die aktuelle Sicherheitslage in einem globalen Kontext betrachtet. Die engen Beziehungen zwischen Iran und China, die unter anderem die Entwicklung von Überschall-Anti-Schiffs-Raketen (CM-302) umfassen, werfen Fragen nach den globalen Machtverhältnissen und der US-Strategie auf, die auf präventive Maßnahmen zur Schwächung antiwestlicher Allianzen abzielt. Diese Entwicklungen könnten tiefgreifende Auswirkungen auf die internationale Ordnung haben und den Großmachtkonflikt zwischen den USA und China weiter verschärfen.

Insgesamt zeigen die neuesten Ereignisse ein zunehmend angespanntes geopolitisches Klima, in dem militärische und politische Entscheidungen eng miteinander verknüpft sind, während die USA auf der Suche nach einer Lösung in der Finanz- und Sicherheitspolitik sind.