Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran spitzt sich erneut zu, während US-Präsident Donald Trump über die Haltung Teherans nachdenkt. Trotz der massiven US-Militärpräsenz in der Golfregion und mehrfachen Drohungen hinterfragt Trump, warum der Iran nicht bereit ist, zu kapitulieren. Laut dem Sondergesandten Steve Witkoff ist Trump nicht „frustriert“, sondern schlichtweg neugierig auf die Beweggründe der iranischen Führung. Witkoff äußerte seine Gedanken in einem Interview mit Lara Trump auf Fox News und betonte den anhaltenden Druck auf den Iran.

Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region stark ausgeweitet und verlassen sich auf diese Stärke, um ihre Verhandlungsposition zu verbessern. Trump überlegt, einen „begrenzten Militärangriff“ auf den Iran durchzuführen, sollte bis Anfang März keine Einigung im Konflikt um das iranische Atomprogramm erzielt werden.

Verhandlungen und Drohungen

In den letzten Wochen haben sich die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran intensiviert. Laut einer weiteren Berichterstattung von ZDF zeigen beide Seiten Bereitschaft, an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten. Iran plant, in den kommenden Tagen einen Entwurf für ein Abkommen mit den USA vorzulegen. Dies geschieht im Kontext von Verhandlungen, die Anfang Februar unter Vermittlung des Oman wieder aufgenommen wurden, nach monatelangen Spannungen und dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und Iran im Juni 2025.

Allerdings bleibt die Situation angespannt. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi stellte klar, dass der Iran bereit sei, über sein Atomprogramm zu verhandeln, und betont gleichzeitig, dass es keine Absicht gibt, Spannungen oder Krieg zu suchen. Iran drohte, dass im Falle eines Angriffs durch die USA alle US-Stützpunkte und Vermögenswerte in der Region legitime Ziele wären. Die USA verhindern mit ihren Drohungen und militärischen Präsenz, dass Iran sich von seinem Atomprogramm abwendet.

Trump hat eine Frist von zehn bis 15 Tagen für die Verhandlungen gesetzt und warnt vor bedauerlichen Konsequenzen für den Iran, sollte kein Abkommen zustande kommen. Iran seinerseits fordert die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen als Voraussetzung für eine Begrenzung seines Nuklearprogramms, was die Gespräche zusätzlich kompliziert. Dennoch gibt Teheran an, dass sein Atomprogramm zivilen Zwecken dient und schließt eine Einschränkung seines Raketenprogramms bislang aus.

Historie des Atomkonflikts

Der Konflikt um das iranische Atomprogramm hat eine lange Geschichte. Begonnen mit der Bekanntwerdung der Urananreicherung im Jahr 2002, führte dies zu UNO-Sanktionen im Jahr 2006. Ein bedeutender Schritt war der Abschluss des Wiener Abkommens 2015, das Sanktionen gegen Kontrollen des Atomprogramms eintauschte. Doch nach dem Ausstieg der USA aus dem Abkommen 2018/2019 und den darauf folgenden bombardements von iranischen Atomanlagen durch Israel und die USA im Jahr 2025, beginnt nun ein neuer Zyklus von Verhandlungen und Spannungen.

Ob der Iran bereit ist, die „roten Linien“ von Trump zu respektieren, bleibt abzuwarten. Die fortwährende Suche nach einem diplomatischen Ausweg könnte entscheidend über das Schicksal der Region bestimmen, während der Druck beider Seiten stetig wächst.