Die Welt der sozialen Medien steht unter Schock: Die 26-jährige indonesische Influencerin Lula Lahfah wurde am 23. Jänner tot in ihrer Wohnung in Jakarta aufgefunden. Sie war bekannt für ihre Lifestyle- und Beauty-Inhalte und hatte nahezu drei Millionen Follower auf Instagram und TikTok. Der alarmierende Fund erfolgte um 18:44 Uhr, nachdem eine besorgte Haushaltshilfe das Sicherheitspersonal verständigte, da Lahfah nicht auf Klopfen reagierte. Kurier berichtet, dass sie in einem Bett aufgefunden wurde und am Tatort Medikamente entdeckte wurden, die jedoch nicht missbräuchlich eingenommen worden seien.

Die Todesursache bleibt unklar, aber es gibt Berichte, dass Lahfah zu diesem Zeitpunkt gesundheitliche Probleme hatte. So hatte sie beispielsweise Silvester im Krankenhaus verbracht, nachdem sie gesundheitliche Beschwerden verspürte, was während ihres letzten TikTok-Beitrags zu sehen war, in dem sie aus ihrem Krankenhauszimmer berichtete. Die anfänglichen Ermittlungen der Polizei, die bereits 15 Zeugen befragte, darunter ihren Freund Reza Oktovian, schlossen Fremdverschulden aus. Eine Autopsie wurde nicht angeordnet, da der Todesfall als „nicht verdächtig“ eingestuft wurde. Ihre Beerdigung fand am 24. Jänner in Cakung, Ost-Jakarta, statt.

Reaktionen und Vermächtnis

Die Nachricht von ihrem Tod hat eine Welle der Trauer in der Online-Community ausgelöst. Fans drücken ihr Beileid auf Twitter, Instagram und TikTok aus. Lahfah war nicht nur als Influencerin bekannt, sondern auch für ihre musikalischen Talente – ihre Karriere begann mit Gesangscovers, was schließlich zu eigenen Musikveröffentlichungen führte. Ihr letztes Posting auf sozialen Medien erfolgte nur zwei Tage vor ihrem Tod, was das plötzliche Ableben umso tragischer erscheinen lässt. Honey berichtet, dass Kumpel und Bandkollegen von Resa auch Konzerte absagen mussten, um mit dem Schicksal fertig zu werden.

Auf ihrem Höhepunkt war sie ein Vorbild für viele junge Menschen in der Region und ein Beispiel für die Art von Einfluss, den Social Media auf das Leben junger Leute haben kann. Diese „parasozialen Beziehungen“ zwischen Influencern und Followern sind seit einiger Zeit in der Diskussion, da sie das Vertrauen in Informationen über Gesundheit und Lifestyle beeinflussen können. Laut einer Studie in Österreich vertrauen 40% der Jugendlichen den Gesundheitsinformationen von Influencern, ähnlich wie den Informationen traditioneller Medien.

Gesundheitsinhalte in der Kritik

In der heutigen digitalen Welt ist echter Zugang zu Gesundheitsinformationen für viele entscheidend. Experten warnen jedoch vor einseitigen Darstellungen, die oft von Influencern verbreitet werden, ohne dass ein redaktionelles Korrektiv wie in klassischen Medien vorhanden ist. AOK hebt hervor, dass Influencer oft persönliche Erfahrungen nutzen, um Produkte zu bewerben, was erhebliche Risiken birgt.

Konsumenten sollten daher sehr kritisch mit Informationen von Influencern umgehen. Marker wie fehlende Kennzeichnung von Werbung oder unbelegte Behauptungen zu gesundheitlichen Vorteilen sind Warnsignale. Die Tragödie um Lula Lahfah könnte als Beispiel für die Notwendigkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Einfluss, den Social Media auf unsere Gesundheit haben, dienen.