Am 1. März 2026 kam es in der Gemeinde Tux/Lanersbach zu einer tragischen Lawinenkatastrophe. Zwei einheimische Tourengeher, ein 44-jähriger und ein 47-jähriger Mann, wurden tot unter einer Lawine auf der Tamlspitze (2611 m) geborgen. Sie hatten am Samstag, dem 28. Februar 2026, eine Skitour unternommen und wurden am selben Abend als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht zurückgekehrt waren. Rasch wurden Suchaktionen durch die Bergrettung Tux und Mayrhofen eingeleitet.
Die Bergrettung begann um 22 Uhr mit 14 Einsatzkräften, die in Richtung Vallruckalm suchten. Bereits in der Nacht wurde ein Lawinenkegel im Bereich der Tamlspitze entdeckt, jedoch musste der Einsatz aus Sicherheitsgründen gegen 1 Uhr unterbrochen werden. Dabei herrschte Lawinenwarnstufe 3, was eine erhebliche Gefährdung bedeutete. Aufgrund der widrigen Wetterbedingungen war eine vollständige Absuche mit dem Polizeihubschrauber nicht möglich und ein Signal eines Lawinenverschüttetensuchgerätes konnte zunächst nicht empfangen werden.
Erfolgreiche Suche nach Wetterbesserung
Die Suche wurde am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr wieder aufgenommen, unterstützt von der Alpinpolizei, dem Polizeihubschrauber Libelle Tirol und dem Notarztheli Alpin 5. Zunächst war das Wetter weiterhin schlecht, was den Zugang zur Unglücksstelle erschwerte. Um 12:30 Uhr besserte sich die Wetterlage und es konnte ein LVS-Signal geortet werden.
Die Bergretter sowie Alpinpolizisten wurden zum Signal gebracht, wodurch die Suche vom Boden effizient fortgesetzt werden konnte. Gegen 13 Uhr wurden die beiden Vermissten schließlich gefunden und ausgegraben. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung durch eine Notärztin konnte bei beiden Männern nur noch der Tod festgestellt werden. Sie wurden später ins Tal geflogen, und der gesamte Einsatz endete gegen 14 Uhr.
Hintergrund der Tragödie
Das Unglück ereignete sich in einem felsdurchsetzten, steilen Gelände mit einer Neigung von rund 40 Grad, was die Gefahrenlage zusätzlich verstärkte. Die beiden Tourengeher hatten LVS-Geräte dabei, jedoch konnte die schnelle Hilfe nicht verhindern, dass sie die 14. und 15. Lawinentoten in diesem Winter in Tirol wurden. Um mehr über weitere Rettungsaktionen und Informationen zu erfahren, wird auf die Website der Bergrettung Tirol verwiesen.
Diese Tragödie erinnert einmal mehr an die Risiken, die mit dem Bergsport verbunden sind, insbesondere unter schwierigen Wetter- und Schneeverhältnissen, und sollte als Warnung für alle Bergbegeisterten dienen.