Am 25. Februar 2026 ereignete sich ein tragischer Arbeitsunfall auf einer Baustelle für Windenergieanlagen in Birstein, Hessen. Zwei 32-jährige Arbeiter kamen dabei ums Leben, als ihr Arbeitskorb aus ungeklärten Gründen aus großer Höhe stürzte. Trotz sofortiger Alarmierung der Rettungskräfte und des Notrufs um 4:45 Uhr konnten die Monteure nur noch tot geborgen werden. Andere Arbeiter, die den Aufprall gehört hatten, alarmierten unverzüglich die Rettungsdienste.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang und -grund aufgenommen. Ein beauftragter Gutachter wurde hinzugezogen, um den genauen Ablauf des tragischen Vorfalls zu rekonstruieren. Vor Ort waren neben der Kriminalpolizei auch die Feuerwehr und der Rettungsdienst im Einsatz.

Gefährdungen in der Windenergiebranche

Untersuchungen zu Arbeitsunfällen in der Windenergiebranche weisen auf spezifische Gefahren hin, die während Errichtungen, Wartungen und Demontagen von Windenergieanlagen (WEA) auftreten können. Laut der DGUV Information 203-007, die praxisnahe Handlungsanleitungen zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen bietet, sind geeignete Schutzmaßnahmen entscheidend für die Sicherheit der Arbeiter. Diese Informationen sind besonders wertvoll für Unternehmer, Personal- und Betriebsräte sowie Sicherheitsbeauftragte, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Einer der zentralen Aspekte der Arbeitssicherheit in Windenergieanlagen sind die engen Räume, die spezifische Gefährdungen mit sich bringen können. So bestehen in Bereichen wie der Nabe, den Rotorblättern und dem Maschinenhaus Risiken durch gefährliche Atmosphäre, Sauerstoffmangel, erhöhte elektrische Gefährdungen sowie körperliche und psychische Belastungen. Die DGUV Regel 113-004 fordert ein strenges Erlaubnisverfahren vor Arbeiten in solchen engen Räumen, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen

Vor Betreten enger Räume müssen bestimmte Schutzmaßnahmen wie Lüftungsmaßnahmen und regelmäßige Messungen durchgeführt werden. Auch die Auswahl geeigneter Betriebsmittel spielt eine wichtige Rolle, um Risiken zu minimieren. Ein verantwortlicher Aufsichtführender sowie ein Sicherungsposten müssen in jedem Fall bestimmt werden, um die Kommunikation und Sicherheit während der Arbeiten zu gewährleisten.

Der tragische Unfall in Birstein verdeutlicht erneut, wie wichtig umfassende Sicherheitsstandards in der Windenergiebranche sind. Die Branche benötigt kontinuierliche Schulung und Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen, um derartige Unfälle zu verhindern und die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten.

Für weitere Informationen zu Schutzmaßnahmen und Gefährdungsbeurteilungen in der Windenergiebranche können die DGUV Informationen unter dguv.de sowie branchenspezifische Gefährdungen unter bgetem.de nachgelesen werden.

Der Artikel von Fireworld beleuchtet die Details des Unfallgeschehens und die laufenden Ermittlungen zum Vorfall.