In den französischen Alpen hat ein Schicksalsschlag für einen Skifahrer einen tragischen Verlauf genommen. Bei einem Lawinenabgang in Cervières ist ein 33-jähriger Mann ums Leben gekommen. Laut der Staatsanwaltschaft in Gap wurde er bei dem Unglück von den Schneemassen erfasst, während ein Begleiter, der mit ihm unterwegs war, überlebte, da er von den Schneemassen gegen einen Baum gedrückt wurde. Dieser Vorfall folgt auf eine Reihe ähnlicher Tragödien in den Alpen, in denen im Jänner schätzungsweise 20 Menschen in Frankreich, Österreich und der Schweiz ihr Leben verloren haben. Bereits am Freitag wurde ein 65-jähriger Schneeschuhwanderer in Cervières von einer Lawine überrascht und verstarb ebenfalls.

Der Winter in den französischen Alpen hat sich als besonders gefährlich erwiesen, was sich in mehreren Lawinenabgängen zeigt. Besonders erschütternd waren die Ereignisse am 27. Dezember 2025, als in der Region Savoie eine Lawine einen 60-jährigen Bergführer und fünf Skifahrer erfasste. Der Bergführer starb später im Krankenhaus an einem Herzstillstand, während eine 50-jährige Frau aus der Gruppe schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zwei weitere Skifahrer erlitten lediglich leichte Verletzungen. Einige Stunden später kam es zu einer weiteren Lawine nahe Valloire, unterhalb des Mont Jovet, die vier Ski-Langläufer erfasste. Auch hier gab es ein Todesopfer, während zwei Personen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Die Gendarmerie von Savoie warnte eindringlich, dass ein als risikoarm eingeschätztes Gebiet nicht automatisch bedeutet, dass keine Gefahr besteht und die akuten Wetterbedingungen die Situation verschärft haben.

Erfahrungsberichte und Warnungen

Die Berichterstattung über diese tragischen Unglücke erinnert stark an Berichte von Überlebenden aus der Vergangenheit. Ein Beispiel ist Olaf Perwitzschky, der im Jahr 2012 im Skigebiet Val Strem in Graubünden ein Schneebrett auslöste und dabei in eine dramatische Situation geriet. Er beschrieb sein Erlebnis als „Waschmaschine“, in der er 40 Höhenmeter in den Schneemassen gewälzt wurde, ohne ein Gefühl für die eigene Orientierung zu haben. Solche persönlichen Berichte verdeutlichen die unberechenbare Natur von Lawinen und die potenziell tödlichen Folgen für Unvorsichtige. Olaf dachte zu der Zeit, dass erfahrene Tourengeher ihn retten würden, was jedoch nicht immer der Fall ist.

Die wiederholten Unglücke in der Region zeigen, wie notwendig es ist, beim Skifahren und in den Bergen stets wachsam zu sein. Experten und Behörden appellieren eindringlich an Sportler, sich stets über die aktuellen Wetterbedingungen und die Einschätzungen zum Lawinenrisiko zu informieren, um sich und andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Es gilt, die Natur mit Respekt zu behandeln, besonders während der winterlichen Monate, in denen solche Tragödien leider zur Realität vieler Bergsportler geworden sind.