Im Ski­gebiet Ger­lit­zen, Bezirk Villach, ereignete sich am Mittwochvormittag ein tragischer Skiunfall, bei dem ein 61-jähriger Mann aus dem Bezirk Villach sein Leben verlor. Der Unfall passierte zwischen 10.15 und 10.50 Uhr, als der Mann allein auf der Piste Nr. 9 (Gegendtalabfahrt) unterwegs war. Die genaue Ursache des Sturzes ist noch unklar, es wird jedoch vermutet, dass er möglicherweise gegen eine Stütze eines Auffangnetzes prallte. Der tragische Vorfall geschah ohne Zeugen, was die Rekonstruktion des Unfallhergangs erschwert.

Eine ungarische Schülergruppe war die erste, die am Unfallort eintraf und die Rettungskette in Gang setzte. Trotz der schnellen Hilfe, die von den alarmierten Einsatzkräften geleistet wurde, stellte sich heraus, dass die Verletzungen des 61-Jährigen so schwerwiegend waren, dass keine medizinische Behandlung mehr möglich war. Pistenrettung und der Notarzt­hubschrauber „Alpin 1“ konnten keine lebenserhaltenden Maßnahmen durchführen, und der Mann verstarb noch an der Unfallstelle.

Reaktionen und Einsatzkräfte

Im Einsatz waren die Alpi­ne Einsatz­gruppe des Bezirks Villach, die Polizeiinspektionen Afritz und Sattendorf sowie das Stadtpolizei­kommando Villach. Unterstützung kam zudem durch den Polizistenhubschrauber „Libelle“. Diese tragischen Vorfälle werfen erneut ein Licht auf die Gefahren des Skisports, und die Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) zeigt, dass solche Unfälle nicht selten sind.

Die SIS berichtet, dass nach der Pandemie die Verletzungszahlen im alpinen Skisport gestiegen sind. Schätzungen zufolge benötigten etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrer*innen medizinische Behandlung in der vergangenen Saison, und rund 7.000 Skifahrer*innen erlitten derart schwere Verletzungen, dass eine stationäre Behandlung nötig war. Die häufigsten Verletzungen betreffen hierbei das Kniegelenk, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen.

Vorbeugende Maßnahmen und Sicherheit auf der Piste

Die SIS betont, dass Sicherheit auf der Piste gute Vorbereitung erfordert. Dazu gehören gewartete Ski und Snowboards, korrekt eingestellte Bindungen sowie geprüfte Helme. Körperliche Vorbereitung und Aufwärmen vor dem Skifahren können ebenfalls das Verletzungsrisiko erheblich senken. Zudem wird empfohlen, die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten im Wintersport zu befolgen. Diese Regeln umfassen unter anderem Rücksichtnahme auf andere Skifahrer*innen sowie die korrekte Wahl der Fahrspur, um andere nicht zu gefährden.

In Anbetracht der steigenden Verletzungszahlen und der Gefahren, die der Skisport mit sich bringt, sollte sowohl von Freizeit- als auch Profiskifahrern verstärkt auf Sicherheit geachtet werden. Der tragische Vorfall auf der Gerlitzen ist ein eindringlicher Aufruf, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen und Verantwortung auf der Piste zu übernehmen.

Für weitere Details zu diesem Vorfall lesen Sie die Berichte von Klick Kärnten und Die Presse. Informationen zur Sicherheit im Wintersport finden Sie auf Sicherheit Sport.