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Nach einem unerwarteten Rückschlag bei den Olympischen Spielen in Paris, wo die österreichischen Synchronschwimmerinnen Anna-Maria und Eirini-Marina Alexandri mit einem enttäuschenden vierten Platz abschlossen, ist die Stimmung angespannt. Der Frust ist groß, da die beiden Schwestern ihre Leistung trotz verantwortungsvollem Training als deutlich besser empfinden als das Ergebnis. „Es war eine große Chance für uns. Ich finde, wir sind gut geschwommen“, äußerte sich Anna-Maria enttäuscht. Den Unmut über die Wertungsjury, die sie für unfair hielten, äußerten beide Schwimmerinnen klar: „Wir haben Basemarks gesehen, die nicht bestraft wurden“, schimpfte Eirini-Marina und betonte das Gefühl, dass sie in ihrer Leistung über anderen rivalisierenden Duetten stehen, wie bei den Chinesinnen, die mit dem Olympiasieg nach Hause gingen.
Die Alexandris mussten sich neben den dominierenden chinesischen Zwillingen auch britischen und niederländischen Paaren geschlagen geben und verloren nur 2,7285 Punkte auf die Bronzemedaille. Die Schwestern ließen nicht nur ihre sportlichen Frustrationen, sondern auch den emotionalen Druck deutlich spürbar werden. „Ich habe noch nicht geweint, aber ich glaube, das kommt noch“, gestand Eirini-Marina und stellte fest, dass trotz der großen Enttäuschung, sie alles gegeben haben, um zu siegen. Ihre langjährige Trainerin Albena Mladenova, die nach langen Jahren in den Ruhestand geht, bewertete die Darbietungen ihrer Schützlinge positiv, obwohl sie anerkennt, dass vielleicht mehr in puncto Ausdruck möglich gewesen wäre. Doch die neuen Regeln mit einem veränderten Bewertungssystem machen die Situation nicht einfacher, da die Alexandris sich nun anpassen müssen.
Neue Herausforderungen mit Trainerin Nakajima
Mit der Pensionierung von Mladenova sowie dem Wechsel zu einer neuen Trainerin, der erfahrenen Japanerin Yuki Nakajima, beginnt für die Alexandris eine neue Ära. „Es war eine sehr schwierige Situation. Wir hatten keinen Trainingsplan und mussten uns fünf Monate lang alles selbst ausdenken“, berichteten die Schwestern. Nun gilt es neue Choreografien zu entwickeln und die Anpassungen im Bewertungssystem in ihre zukünftigen Abläufe zu integrieren. Nakajima, die als aktive Schwimmerin mehrere Medaillen gewann und zuvor das japanische A-Nationalteam trainierte, hat große Ziele für das Duo, was den Alexandris neue Motivation verleiht. „Sie glaubt an uns und hat auch große Ziele, so wie wir“, so ihre Aussage.
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