In der Nacht auf Donnerstag, den 19. Februar 2026, ereignete sich ein tragischer Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang in Wasserburg am Inn, genauer gesagt im Ortsteil Viehhausen im Landkreis Rosenheim. Ein 67-jähriger Pkw-Lenker aus dem nördlichen Landkreis Rosenheim überquerte um 00:30 Uhr den Bahnübergang, obwohl rot blinkende Lichter und ein Andreaskreuz auf die Gefahrenstelle hinwiesen. In der Folge wurde sein Fahrzeug von einem herannahenden Personenzug erfasst, was zu tödlichen Verletzungen des Fahrers führte. Laut fireworld.at war der Triebwagen des Zuges mit einem 62-jährigen Fahrer besetzt und auf dem Weg von Rosenheim nach Wasserburg.

Die Kollision führte dazu, dass der Pkw vollständig beschädigt wurde, während der Zugführer unter Schock stand. Zudem wurden zwei Fahrgäste des Zuges bei der plötzlichen Notbremsung leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf mehrere Tausend Euro, wobei der Pkw einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten hat und am Zug einen Schaden von etwa 10.000 Euro verursacht wurde.

Häufige Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen

Es ist alarmierend, dass an diesem unbeschrankten Bahnübergang bereits mehrere schwere, teils tödliche Unfälle in der Vergangenheit stattfanden. Laut br.de plant die Bahn, im Sommer Halbschranken zu installieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Diese Halbschranken würden nur eine Fahrspur sperren und es Fahrzeugen ermöglichen, den Bahnübergang zu verlassen, selbst wenn die Schranken schließen.

Bayern verzeichnet die meisten Unfälle an unbeschrankten Bahnübergängen in Deutschland, da im Freistaat rund 3.000 Bahnübergänge existieren, von denen die Hälfte unbeschrankt ist. Hauptursachen für solche Unfälle sind häufig Unaufmerksamkeit oder Leichtsinn der Straßenverkehrsteilnehmer. Ein Appell der Deutschen Bahn an alle Verkehrsteilnehmer ist daher dringend erforderlich, um die Aufmerksamkeit an diesen gefahrenträchtigen Stellen zu erhöhen.

Ein alarmierender Trend

Im Kontext der zunehmenden Unfälle an Bahnübergängen zeigt sich, dass die Zahl der tödlichen und verletzten Personen jedoch stagniert, trotz der gesunkenen Anzahl an Bahnübergängen. So erklärt tagesschau.de, dass es im Jahr 2025 einen erwarteten Höchststand an Unfällen geben könnte, nachdem auch schon bis Ende August 2025 36 Menschen bei Unfällen auf bundeseigenen Strecken ums Leben kamen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass an den über 16.000 Bahnübergängen im DB-Netz immer wieder Unfälle mit Todesopfern und Verletzten geschehen. Der Rückgang der Unfallzahlen stagniert, da bereits die weniger sicheren Bahnübergänge abgebaut wurden, was es umso dringlicher macht, Verbesserungen bei der Sicherheit an bestehenden Übergängen zu implementieren. Experten fordern zusätzliche Sicherungstechnik, um die Sicherheit an diesen kritischen Verkehrsstellen zu gewährleisten.