Am 14. Februar 2026, im Eiskanal von Cortina, hat die 36-jährige Tirolerin Janine Flock das olympische Gold im Skeleton gewonnen. Sie setzte sich im Damenwettbewerb erfolgreich gegen ihre Konkurrentinnen durch und sicherte sich somit die vierte Goldmedaille für Österreich bei den Olympischen Spielen 2026. Nach ihrem überzeugenden ersten Lauf, in dem sie mit einer Bestzeit von 57,22 Sekunden einen Bahnrekord aufstellte, verwaltete Flock ihre Führung bis zum Finale und triumphierte schließlich vor der deutschen Sportlerin Susanne Kreher, die mit einem Rückstand von 0,30 Sekunden die Silbermedaille gewann, und ihrer Landsfrau Jacqueline Pfeifer, die den dritten Platz belegte (+0,44 Sekunden).
Landeshauptmann Anton Mattle drückte seine Freude über den Sieg von Janine Flock aus und bezeichnete diesen Erfolg als ein weiteres Kapitel in der Tiroler Sportgeschichte. Sein Stellvertreter Philip Wohlgemuth lobte die technischen Anforderungen des Sports und betonte Flocks jahrelange, erfolgreiche Karriere. Nach ihrem Sieg äußerte Flock im ORF-TV-Interview, dass sie es kaum glauben könne, Gold gewonnen zu haben. Sie reflektierte über ihre Karriere, geprägt von Höhen und Tiefen, Verletzungen sowie Umorientierungen, und fügte hinzu, dass sie sich gut vorbereitet fühlte und alle vier Läufe gut fahren konnte.
Eine sportliche Rückkehr
In Erinnerungen schwelgend, dachte Flock an den vierten Lauf von Pyeongchang 2018 zurück, als sie nur zwei Hundertstelsekunden hinter einer Medaille eindrang. In Cortina konnte sie jedoch nach einem zögerlichen Start im zweiten Lauf die nötige Qualität zeigen und wurde im dritten Lauf die schnellste Tageszeit gefahren. Ihr Teamkollege Samuel Maier lobte in diesem Zusammenhang Flocks mentale Stärke und die Bedeutung des Teamgefüges sowie die Unterstützung durch das Betreuerteam nach einer Neuformierung ihres Umfelds. Insgesamt hat das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) bei diesen Olympischen Spielen bereits 13 Medaillen gewonnen, darunter 4 Gold, 6 Silber und 3 Bronze, wovon das Gold im Skeleton das erste für eine Frau ist. Zuvor hatte Martin Rettl 2002 in Salt Lake City Silber gewonnen.
Zusätzlich zu Flocks Erfolg feierten auch Selina Egle und Lara Kipp am 11. Februar 2026 im Rennrodel-Doppelsitzer der Damen eine Bronze-Medaille. Die beiden Olympia-Debütantinnen erzielten ihre Platzierung trotz eines groben Patzers im ersten Lauf, was das Medaillensammeln für Österreich weiter anhebt. Die Goldmedaille bei diesem Wettbewerb ging an das Duo Andrea Vötter und Marion Oberhofer aus Südtirol, gefolgt von Dajana Eitberger und Magdalena Matschina aus Deutschland, die Silber gewannen.
Die Erfolge in Cortina zeigen die anhaltende Stärke des österreichischen Sports und scheinen ein gutes Omen für die kommenden Wettkämpfe zu sein.