Tirol

Zoff um Gletscherskigebiet: Bürgermeister kontert Naturschutz-Kritik

Streit um Natur oder Fortschritt? Debatten um die Erweiterung des Gletscherskigebiets in Tirol.

Im malerischen Kaunertal in den Ötztaler Alpen an der Grenze zwischen Österreich und Italien befindet sich der Kaunertaler Gletscher, der von Oktober bis Mai Schneesicherheit bietet. Das Gebiet gilt als "Eldorado für Wintersportler" und als Geheimtipp für Tirol-Urlauber. Die Kaunertaler Gletscherbahnen planen eine Erweiterung ihrer Skipisten, was jedoch auf Widerstand von Naturschützern stößt. Die Umweltbehörde hat eine Umweltverträglichkeitsprüfung angeordnet, da der Alpenverein davon spricht, dass hier "einzigartige Landschaften" beeinträchtigt werden könnten.

Die Einmischung der Naturschützer hat den Bürgermeister des Kaunertals verärgert, der erklärt, dass er kein Verständnis mehr für die externen Einmischungen hat. Er beklagt sich darüber, dass Personen von außerhalb glauben, den Einheimischen vorschreiben zu können, was im Kaunertal gemacht werden darf. Der Bürgermeister unterstreicht die Bedeutung des Umweltschutzes, aber er ist besorgt, dass die Region zu einem "lebendigen Museum" werden könnte, wenn geplante Neuerungen nicht umgesetzt werden können.

Das Landesumweltamt kritisiert die Bauvorhaben am Kaunertaler Gletscher, da sie auch den Gepatschferner betreffen, den zweitgrößten Gletscher Österreichs, der bislang ungenutzt ist. Der Alpenverein kündigt an, als "Anwalt der Alpen" gegen die Pläne im Kaunertal vorzugehen, sollte der Bürgermeister mit seinen Vorhaben durchkommen. Experten malen ein düsteres Bild von den österreichischen Gletschern und warnen davor, dass sie bereits Verluste verzeichnen.

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