Im Skigebiet Sulden in Südtirol kam es am Donnerstag zu einem tragischen Vorfall, als dort zwei Lawinen abgingen. Mindestens zwei Menschen verloren ihr Leben, während ein weiterer unverletzt geborgen wurde. Die Bergungsteams befürchten, dass möglicherweise noch weitere Personen verschüttet wurden. Zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen kamen mehrere Bergrettungseinheiten sowie drei Notarzthubschrauber zum Einsatz. Die Lawinen wurden im Bereich der Hinteren Schöntaufspitze registriert. Das Alter und die Herkunft der beiden Todesopfer sind derzeit noch unklar. Krone.at berichtet außerdem, dass in den höheren Lagen Südtirols nach den jüngsten Schneefällen eine große Lawinengefahr herrscht.

Zusätzlich ereignete sich am Mittwoch ein weiteres Unglück in der Region. Ein 33-jähriger Snowboardfahrer wurde in Tarvis von einer Lawine erfasst und erlag später seinen Verletzungen im Krankenhaus. Des Weiteren gab es in Tirol am Samstag mehrere Lawinenereignisse, bei denen zwei Skitourengeher in den Stubaier Alpen teilweise verschüttet wurden, sich jedoch selbst befreien konnten.

Schneeverhältnisse und Lawinengefahr

Die aktuelle Wetterlage in Südtirol ist angespannt, was auf einen massiven Wintereinbruch zurückzuführen ist. Am 30. Jänner 2025 wurde von meteorologischen Experten eine Lawinenwarnstufe von vier festgestellt, was auf ein großes Risiko für Lawinen hinweist. In den Tagen zuvor mussten freiwillige Feuerwehren innerhalb von 24 Stunden 70 Einsätze aufgrund von Wasserschäden und geborgenen Fahrzeugen durchführen. Auch Verkehrsstörungen und Straßensperren am Brenner wurden aufgrund des Schneefalls gemeldet. Laut Merkur.de besteht weiterhin eine instabile Schneedecke, die das Risiko für Lawinen erhöht, insbesondere in Gebieten mit kritischen Altschnee-Situationen.

Die Lawinengefahr nahm an den kritischen Tagen am 28. und 29. Jänner zu, als Wetterexperten 30 bis 50 cm Neuschnee in der Ortlergruppe vorausgesagt hatten. Einzelne Wintersportler können leicht Lawinen auslösen, wodurch die Gefahr in der Region zusätzlich steigt. Experten empfehlen, von Schneesport abseits gesicherter Pisten abzusehen, da Gefahrenstellen bei schlechter Sicht nur schwer zu erkennen sind.

Vergangene Tragödien

Die Gefahr durch Lawinen ist in der Region nicht neu. So starben am 3. November 2025 fünf deutsche Bergsteiger bei einem Lawinenunglück in Südtirol. Diese tragischen Ereignisse ereigneten sich beim Aufstieg zur 3.545 Meter hohen Vertainspitze im Ortler-Gebirge, als die Bergsteiger von einer Schneelawine erfasst wurden. Die Opfer waren zwischen 17 und 58 Jahre alt und stammten alle aus Bayern. Tragischerweise wurden die Toten am Sonntagmorgen gefunden, während zwei überlebende Männer aus Deutschland verletzt ins Krankenhaus gebracht werden mussten.Tagesschau.de hebt hervor, dass die Seilschaft zu einem unüblichen Zeitpunkt am Nachmittag unterwegs war, was Fragen hinsichtlich der Sicherheit in solchen Gebieten aufwirft.

Die Sicherheitslage in den Bergen bleibt weiterhin kritisch, und die Behörden warnen nachdrücklich vor dem Betreten von ungesicherten Pisten. Die Kombination aus Neuschnee und kritischen Wetterbedingungen macht eine sachgerechte Einschätzung der Gefahren unumgänglich.