In Tirol ereignete sich am Montag, den 6. Jänner 2026, ein tragischer Forstunfall, bei dem ein 57-jähriger Mann vor den Augen seines 25-jährigen Sohnes tödlich verunglückte. Der Unfall fand im Gemeindegebiet von Brandenberg, Bezirk Kufstein, statt. Laut Berichten von 5min.at waren die beiden gerade dabei, einen gefällten Baumstamm mit einer Seilwinde über steiles Gelände zu ziehen.
Der Sohn bediente die Seilwinde, während der Vater für das Anhängen des Baumstammes zuständig war. Während der Arbeiten hielten die beiden stetigen Funkkontakt. Tragischerweise verlor der Vater das Gleichgewicht und stürzte etwa 150 Meter über ein felsdurchsetztes Waldgelände. Der Sturz endete am Ufer der Brandenberger Ache.
Rettungsmaßnahmen und tragisches Ende
Die Einsatzkräfte, einschließlich des Notarzthubschraubers „Heli 3“ und der Bergrettung Kramsach, hatten zunächst Schwierigkeiten, den Verunfallten zu finden. Schließlich wurde die Wasserrettung Kramsach sowie die Feuerwehren von Brandenberg und Kramsach alarmiert. Ein Drohnenteam des Bezirksfeuerwehrverbandes Kufstein unterstützte die Suchaktion. Leider wurde der Mann gegen 18:15 Uhr gefunden, jedoch konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.
Vergleich mit anderen Forstunfällen
Dieser Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Laut einem Bericht der SVLFG gab es im Jahr 2022 einen Anstieg der Arbeitsunfälle bei Waldarbeiten um 6,3 Prozent, was auf eine verstärkte Aufarbeitung von Brennholz zurückzuführen ist. Insgesamt wurden 4.302 Arbeitsunfälle im Forst gemeldet, 33 Personen starben dabei.
Insbesondere bei Fällarbeiten ist das Risiko für tödliche Unfälle hoch. Bei 24 der 33 tödlichen Zwischenfälle wurden die Opfern von Baumteilen getroffen, was die Gefahren bei solchen Arbeiten verdeutlicht. Außerdem verunglückten 213 Personen in Zusammenhang mit Forstseilwinden, was einem Anstieg von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Der Fall des 57-jährigen Tirolers und weitere ähnliche Unfälle zeigen die Gefahren, die mit der Arbeit im Wald verbunden sind, und unterstreichen die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen und Fortbildungsangeboten, die von der SVLFG bereitgestellt werden.