Ein 55-jähriger Tiroler aus Kufstein wurde das Opfer eines raffinierten Betrugsnetzwerks, das ihn um mehr als 100.000 Euro brachte. Im Juni 2025 entdeckte er eine verlockende Anzeige auf Social Media, die hohe Renditen durch Aktieninvestments versprach. Überzeugt von der Möglichkeit schnellen Reichtums hinterließ er seine Kontaktdaten und wurde in mehrere Messenger-Gruppen eingeladen, die wie echte Investmentcommunities wirkten. Die angeblichen Investoren präsentierten erfundene Erfolgsgeschichten und drängten ihn zu ersten Überweisungen.

Monate vergingen, in denen der Mann auf verschiedene ausländische Konten Geld transferierte. Sein Verlust summierte sich schließlich auf einen Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich. Als der Tiroler realisierte, dass die versprochenen Investments nicht existierten, suchte er nach Hilfe und stieß auf einen selbsternannten Anwalt aus Tschechien, der ihm bei der Rückforderung seines Geldes helfen sollte. Der vermeintliche Jurist forderte jedoch zusätzliche Gebühren und Bearbeitungskosten, was den Mann zu weiteren Überweisungen im fünfstelligen Bereich veranlasste.

Betrug im Internet

Der 55-Jährige zahlte insgesamt über 10.000 Euro für Dienste des angeblichen Rechtsanwalts, um seine Verluste zurückzuholen. Doch schlussendlich stellte er fest, dass er erneut betrogen worden war und wandte sich an die Polizei, um Anzeige zu erstatten. Die Ermittlungen laufen derzeit, um die Täter des Betrugsnetzwerks zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Zusätzlich wurden in Tirol kürzlich weitere wirtschaftskriminelle Machenschaften aufgedeckt.

Im Rahmen eines anderen Falls deckte das Finanzministerium systematischen Steuerbetrug innerhalb einer Unternehmerfamilie aus der Wellness- und Hotelleriebranche auf. Ermittler fanden heraus, dass über Jahre hinweg Umsätze verschleiert wurden, sodass dem Staat über 200.000 Euro entgingen. Die Vorwürfe beinhalten manipulierte oder unzureichend geführte Registrierkassen, unvollständige Rechnungslegung sowie inkorrekte Preisangaben.

Aktuelle Entwicklungen

Der Fall des Kufsteiners ist nicht der einzige seiner Art, denn ähnliche Betrugsmaschen sind in der Region immer häufiger anzutreffen. Immer mehr Menschen fallen solchen Machenschaften zum Opfer, was die Behörden dazu zwingt, verstärkt gegen Finanzbetrug vorzugehen. Die Ermittlungen in diesem speziellen Fall sind noch nicht abgeschlossen, und die Polizei hofft, weitere Informationen zu den Drahtziehern hinter diesem Betrugsnetzwerk zu sammeln.

Für Informationen über die laufenden Ermittlungen und ähnliche Fälle verweisen wir auf die Berichterstattung von exxpress.at, tirol.com und krone.at.