Tirol

Tirol stoppt Ausverkauf: Bauern und Einheimische sollen profitieren

Tirol spielt auf Zeit: Gemeinden im Fokus der Investoren

Tirol wehrt sich gegen den „Ausverkauf“ durch Investoren und setzt auf Stärkung der Landwirtschaft und Einheimischen. Die Tiroler Regierung plant eine Anpassung des „Grundverkehrsgesetzes“, um die Rechte der Einheimischen und Landwirte zu stärken und diesen eine bessere Basis für ihre Betriebe zu bieten. Ein Schlüsselelement der Änderung betrifft das Mitspracherecht der Gemeinden beim Erwerb von Grundstücken durch Nicht-EU-Bürger.

Der Druck von Investoren aus Süddeutschland und Oberitalien verstärkt die Forderung nach strengeren Richtlinien. Laut Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger gibt es regelmäßig Anfragen nach zum Verkauf stehenden Bauernhöfen. Die Landwirtschaftskammer unterstützt die neuen Maßnahmen und fordert die Einrichtung einer unabhängigen Kontrollinstanz, um einen drohenden „Ausverkauf Tirols“ zu verhindern.

Der Trend, landwirtschaftliche Immobilien in Österreich zu erwerben, steigt an. Im Jahr 2020 haben 44 Käufer aus dem EU- bzw. EWR-Raum bäuerliche Immobilien erworben. 2019 waren es 43. Auch die allgemeine landwirtschaftliche Bewirtschaftung nimmt ab, wobei im Jahr 2023 mehr als 100 Bauernhöfe aufgegeben wurden.

Während die Bauern von den neuen Regeln profitieren, fühlen sich die Gemeinden benachteiligt, da sie sich in dem Entscheidungsprozess ausgeschlossen sehen. Laut Gemeindepräsident Karl-Josef Schubert benötigen die Gemeinden land- und forstwirtschaftliche Flächen oft für verschiedene Projekte im öffentlichen Interesse und zur Lösung von Konflikten. Nun steht die Anpassung des Gesetzes an, um die Interessen der Gemeinden stärker zu berücksichtigen.

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