Am 23. Jänner 2026 steht ein innovatives Projekt im Fokus, das Schülerinnen der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Lienz in die Welt des Tourismus einführt. Das Leader-Projekt „Superhost – Hoamatg’fühl erleben“ hat das Ziel, das Berufsbild der Gastgeberin für junge Menschen attraktiver zu machen. Elf Schülerinnen der Fachrichtung Betriebs- und Haushaltsmanagement nehmen seit Oktober 2024 an diesem spannenden Vorhaben teil. Die Projektlaufzeit reicht bis Jänner 2026, und in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Osttirol sowie dem Privatvermieter Verband Tirol werden wichtige Erfahrungen im stark wachsenden Tourismussektor vermittelt. Dies berichtet Dolomitenstadt.

Neun Ganztags-Workshops wurden durchgeführt, um den Schülerinnen praxisnahe Fähigkeiten zu vermitteln. Die Themen reichen von der Definition des Wunschgastes über Kommunikation mit internationalen Besuchern bis hin zu Marketingstrategien und Rechnungswesen. Ein besonders aufschlussreicher Workshop thematisierte Smalltalk und den Austausch in Englisch, um die Schülerinnen optimal auf die Erwartungen internationaler Gäste vorzubereiten. Direktor Markus Einhauer hebt hervor, wie wichtig die Verbindung von Theorie und Praxis in der Ausbildung ist, während Abteilungsvorständin Hannelore Frank die Netzwerkarbeit mit regionalen Institutionen betont.

Persönliche Erfahrungen und Signalwirkung des Projekts

Schülerin Elena Mattersberger teilte ihre positiven Erfahrungen, insbesondere bei der Gestaltung einer Homepage für zukünftige Gastgeber. Diese praktischen Kenntnisse sind essenziell für ihre künftige Berufs- und Lebensplanung. Barbara Nussbaumer, Geschäftsführerin des Tourismusverbands Osttirol, erachtet „Superhost“ als ein Pionierprojekt mit immenser Signalwirkung, das Nachahmer findet. Ab Herbst 2026 planen zwei weitere Tourismusverbände in Nordtirol, das Osttiroler Modell zu übernehmen.

Ein weiterer Aspekt der nachhaltigen Entwicklung im Tourismus ist der aufkommende Fahrradtourismus. Der Tourismusverband Osttirol berichtet, dass Fahrradfahren als die ökologischste Art der Fortbewegung gilt und für eine umweltfreundliche Mobilität steht. Die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen wächst, wobei noch einige Mängel in Bezug auf Verpflegung, Fahrraddepots und Toiletten gefunden werden müssen. Zukünftige Maßnahmen der Gemeinden sollen diese Lücken schließen, um den Fahrradtourismus weiter zu fördern. Informationen hierzu finden sich auf der Seite des Tourismusverbands Osttirol.

Nachhaltigkeit im Tourismus

In einem umfassenden Dokument des Umweltbundesamtes wird der komplexe Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Tourismus beschrieben. Einzelne Dimensionen wie Umwelt, Soziales und Wirtschaft spielen hierbei eine zentrale Rolle. Angesichts der Auswirkungen des Tourismus auf Gesellschaft und Umwelt ist es essentiell, nachhaltige Konzepte zu entwickeln und Maßnahmen zu ergreifen, die eine positive Entwicklung im tourismusintensiven Osttirol fördern.

Die verschiedenen Projekte und Initiativen in der Region stärken nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern tragen auch dazu bei, die touristische Attraktivität nachhaltig zu sichern und zu verbessern, was langfristig positive Effekte für die gesamte Region haben könnte.