Tirol

PV-Ausbau in Tirol: Steigerung um 85 Prozent in einem Jahr

Potenzial und Hürden: Die Entwicklung der PV-Anlagen in Tirol

Die Energiegewinnung aus Sonnenkraft in Tirol verzeichnete im vergangenen Jahr einen Anstieg um fast 85 Prozent im Vergleich zu 2022. Dieser Zuwachs wird teilweise auf Unterstützung durch Förderungen und bürokratische Erleichterungen zurückgeführt. Energiereferent Josef Geisler betont, dass nun neun von zehn PV-Anlagen in Tirol nach den Erleichterungen in der Bau- und Raumordnung keine Anzeige oder Bewilligung mehr benötigen.

Dennoch kritisiert der Bundesverband Photovoltaic Austria, dass die Bauordnung in Tirol im Vergleich zu anderen Bundesländern die strengsten Vorgaben für PV-Anlagen hat. Während in Salzburg und Vorarlberg Anlagen genehmigungsfrei sind, muss in Tirol eine Anlage mit einer Modulfläche von 100 Quadratmetern angezeigt werden. Auch das Tiroler Elektrizitätsgesetz sieht strengere Anforderungen vor, da Anlagen ab einer Leistung von 50 kWp in Tirol eine Anzeige erfordern, während in Salzburg Fachunternehmen direkt installieren dürfen.

Mit dem steigenden Stromverbrauch durch Elektroautos und Wärmeversorgung wird bis 2030 laut Bundesverband PV-Austria ein erhöhter Anteil von 23 Prozent des Stroms aus PV-Anlagen benötigt, im Gegensatz zu den derzeitigen neun Prozent. Neben der Stromproduktion auf Gebäuden und versiegelten Flächen wie Parkplätzen ist auch ein Ausbau von Photovoltaik abseits von Gebäuden notwendig.

Das langfristige Ziel Tirols ist es, bis 2050 unabhängig von fossilen Energien zu werden. Der aktuelle Stand des PV-Ausbaus im Bundesländervergleich bleibt jedoch unklar, da noch Daten aus einzelnen Bundesländern für das Jahr 2023 fehlen. Es wird betont, dass neben Photovoltaik auch Wasserkraft, Biomasse, Windenergie und Wärme aus Abfall für eine nachhaltige Energiewende in Tirol von Bedeutung sind.

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