Tirol

Neuer SVP-Parteiobmann Dieter Steger mit überwältigender Mehrheit gewählt

Auf dem Weg zur Einheit: Dieter Steger übernimmt SVP-Obmann-Position

Bei der 66. Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei (SVP) im Meraner Kursaal wurde Dieter Steger zum neuen Parteiobmann gewählt. Mit 95,47 Prozent Zustimmung der Delegierten folgte er auf den bisherigen Obmann Philipp Achammer, der nach herben Wahlverlusten seinen Rücktritt angekündigt hatte. Steger hatte keine Gegenkandidaten und wurde von den Delegierten einstimmig gewählt. Als Stellvertreterinnen wurden Waltraud Deeg und Verena Tröger bestimmt, während der ladinische Landesrat Daniel Alfreider als Stellvertreter bestätigt wurde.

In seiner Ansprache betonte Steger die Bedeutung der SVP als Sammelpartei in Zeiten zunehmender Polarisierung. Obwohl es nie sein Plan gewesen sei, Parteiobmann zu werden, möchte er der Partei, die ihn stets unterstützt hat, etwas zurückgeben. Besonders am Herzen liegen ihm die Anliegen der Jugend und die Erreichbarkeit der Landesregierung für Mandatare. Steger war zuvor im Senat und Landtag tätig, bevor er 2022 in die italienische Abgeordnetenkammer einzog. Er hatte bereits 2004 erfolglos versucht, SVP-Obmann zu werden, als er Elmar Pichler Rolle unterlag.

Philipp Achammer, der die SVP zehn Jahre lang führte, ermutigte die Partei, mehr Rückgrat zu zeigen und betonte die Wichtigkeit von Standhaftigkeit in der Politik. Er rief dazu auf, gegen Hetze einzustehen und erinnerte daran, dass die SVP aus Widerstand entstanden sei. Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete die SVP als "Partei der Autonomie" und informierte über die Verhandlungen mit Rom zur Stärkung der Autonomierechte. Der Parteitag war auch von Diskussionen zur EU-Wahl geprägt, bei der Außenminister Antonio Tajani und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu Wort kamen.

Ein weiteres Thema am Rande der Veranstaltung war der Brennertransit und die Klage Italiens vor dem EuGH gegen Tirols Anti-Transitmaßnahmen. Landeshauptmann Anton Mattle sprach von der SVP als "Partei der Mitte" und warnte vor politischen Extremen. Die Neubesetzung des SVP-Obmanns war notwendig geworden, nachdem Philipp Achammer entschieden hatte, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. Neben Steger hatte auch Landeshauptmann Kompatscher Interesse an der Position signalisiert, sich aber letztendlich für Steger als geeigneten Kandidaten ausgesprochen.

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