
Am 26. März 2025 kam es im Skigebiet Hochötz zu einem schweren Skiunfall. Eine 61-jährige Deutsche, die mit ihrem Sohn unterwegs war, geriet in dichte Nebelbedingungen und verlor die Orientierung. Dies berichtet 5min.at. Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr, als die beiden mit der Mohrenkopfbahn zur Abfahrt auf der blau markierten Piste Nr. 3 in Richtung der Bergstation der Acherkogelbahn fuhren.
Nachdem der Sohn seine Mutter nicht mehr finden konnte, alarmierte er die Bergbahnen und die Pistenrettung. Die Suche begann sofort, und gegen 15 Uhr wurde eine Spur entdeckt. Leider war die Frau über den Pistenrand hinausgefahren und stürzte etwa 15 Meter in ein steiles Gelände ab. Die Bergung gestaltete sich als äußerst schwierig aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen, und der Notarzt konnte die Unfallstelle nicht per Hubschrauber erreichen. Stattdessen wurde er mit einem Skidoo zur Frau transportiert.
Bergung und medizinische Versorgung
Die schwer verletzte Frau wurde schließlich von der Pistenrettung geborgen und zur nächsten geeigneten Landestelle gebracht. Bei einem Notarzthubschraubertransport wurde sie mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus nach Zams geflogen. Dies verdeutlicht, wie schnell aus einer unbeschwerten Skipiste eine Gefahr werden kann, insbesondere unter schlechten Sichtverhältnissen.
Die Tragödie im Hochötz ist nicht der einzige Skiunfall, der in letzter Zeit in Tirol zu verzeichnen war. Laut all-in.de ereigneten sich am 5. Januar 2024 zwei weitere Unfälle in Tirol. In einem Fall verlor eine 41-jährige Deutsche im Skigebiet Isskogel die Kontrolle und stürzte etwa zehn Meter in den Wald, nachdem sie über den Pistenrand hinausfuhr. Glücklicherweise zog sie sich nur leichte Verletzungen zu und wurde mit einem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus Schwaz transportiert.
Ein zweiter Unfall saw eine 21-jährige Deutsche, die mit ihrem Snowboard die blaue Piste Nr. 6 im Skigebiet Schlick 2000 hinunterfuhr. Sie rutschte und kollidierte mit einer anderen Skifahrerin, wobei schwerere Verletzungen nicht auszuschließen waren. Diese Vorfälle zeigen die Gefahren, die mit dem Skifahren verbunden sind, insbesondere bei schwierigen Pistenverhältnissen.
Tendenzen bei Skiunfällen
All diese Unfälle gesellen sich zu einem besorgniserregenden Trend: Laut der Stiftung Ski ist die Zahl der verletzten Skifahrer in der Saison 2023/2024 gestiegen, mit geschätzten 46.000 bis 48.000 Verletzten. Im Vergleich zur Basis-Saison 1979/80 ist dies zwar ein Rückgang um 52 Prozent, dennoch ist ein Anstieg im Vergleich zur Vorsaison zu verzeichnen. Das Risiko für stationäre Behandlungen bleibt stabil bei 1,73 pro 1.000 Skifahrern, wobei das Risiko für Verletzungen durch Kollisionen gestiegen ist, wie stiftung.ski analysiert.
Mit 57 Prozent der verletzten Skifahrer, die stationär behandelt werden müssen, bleibt die Sicherheit auf den Pisten ein wichtiges Thema, insbesondere in Anbetracht der Zunahme an Kollisionen, die 21 Prozent aller Skiverletzungen ausmachen. Das Bewusstsein für die Risiken, die mit dem Skifahren verbunden sind, besonders bei schwierigen Wetterbedingungen, sollte für alle Wintersportler von höchster Priorität sein.
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