Am Abend des 24. Jänner 2026 ereignete sich auf einem Parkplatz in Jerzens, Bezirk Imst, Tirol, ein schwerer Vorfall, bei dem ein 23-jähriger Österreicher in eine Massenschlägerei verwickelt wurde. Berichten zufolge waren Mitglieder zweier Fußballvereine aus Tirol und Deutschland an der Auseinandersetzung beteiligt, die mit Wortgefechten begann und in Handgreiflichkeiten mündete. Die Anzahl der Beteiligten wird auf 10 bis 15 Personen geschätzt. Während des Tumults mischte sich eine dritte Person ein, stieß einen der Kontrahenten weg, was die Situation weiter eskalierte. Der Österreicher wurde schließlich mit einem Faustschlag niedergestreckt und prallte mit dem Kopf auf den Asphalt, wodurch er das Bewusstsein verlor.

Der Verletzte wurde umgehend mit einem Rettungshubschrauber nach Innsbruck in ein Krankenhaus geflogen, wo er intensivmedizinisch behandelt wurde. Sein Gesundheitszustand ist mittlerweile stabil. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls, insbesondere im Hinblick auf den Alkoholeinfluss der Beteiligten, sind am 25. Jänner 2026 aufgenommen worden, wie 5min.at berichtet.

Aktuelle Gewalt im Fußball

Der Vorfall in Tirol steht im Kontext einer zunehmenden Diskussion über Gewalt im Fußball. Während im deutschen Fußball im Saisonbericht 2024/25 der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) eine Abnahme von Verletzten verzeichnet wurde, bleibt die Problematik der Gewalt im Umfeld von Fußballspielen präsent. In dieser Saison wurden 1.107 Verletzte im Zusammenhang mit Spielen der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga registriert, was einen Rückgang um über 17% im Vergleich zur Vorsaison darstellt.

Die Zuschauerzahlen in den oberen drei deutschen Ligen sind mit 25,26 Millionen gestiegen, was eine Zunahme von 3,87% im Vergleich zur vorherigen Saison darstellt. Trotz eines Anstiegs der Zuschauerzahlen wurden weniger Verletzte gezählt. Die Polizeiarbeit im Zusammenhang mit Fußballspielen zeigt ebenfalls einen Rückgang der Arbeitsstunden um fast 9% auf rund 2,6 Millionen. sportschau.de hebt hervor, dass knapp die Hälfte der registrierten Straftaten Körperverletzung, Widerstand, Landfriedensbruch und Sachbeschädigung umfasst.

Besonders hervorzuheben ist, dass 95 der Verletzten in der Saison 24/25 durch Pyrotechnik verursacht wurden, was einen Rückgang im Vergleich zur Vorsaison darstellt. Dennoch fordert NRW-Innenminister Herbert Reul ein konsequentes Durchgreifen gegen Gewalt und den Missbrauch von Pyrotechnik im Fußball. Der Dachverband der Fanhilfen kritisiert unterdessen die Vorwürfe zu Gewalt und bezeichnet sie als verzerrt und faktisch falsch.