Am Sonntagabend, den 28. September 2025, kam es in der Fußgängerzone am Unteren Stadtplatz in Kufstein zu einer massiven Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Laut Krone wurden die Sicherheitskräfte gegen 20:30 Uhr alarmiert, nach dem die Schlägerei eskalierte. Einige der Beteiligten ergriffen bei Eintreffen der Polizei die Flucht, während andere vor Ort festgehalten werden konnten.
Die Verletzten des Vorfalls sind zwei syrische Staatsbürger. Ein 21-jähriger Mann wurde mit unbestimmten Verletzungen ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert, während ein 24-jähriger mit Schnitt- und Stichverletzungen am linken Handballen nach ambulanter Behandlung entlassen werden konnte. Die genauen Hintergründe der Auseinandersetzung bleiben bislang unklar. Die heute berichteten, dass im Zuge der Fahndung auch zwei weitere Männer gefasst wurden, die ebenfalls in den Vorfall verwickelt waren.
Polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizei konnte alle Beteiligten identifizieren und hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine ausführliche Befragung von Zeugen ist nun geplant, um Licht ins Dunkel zu bringen. Zeugen, die Informationen zu dem Vorfall haben, werden gebeten, sich direkt mit der Polizeiinspektion Kufstein in Verbindung zu setzen. Die Telefonnummer lautet 059 133/7210.
In einem breiteren Kontext betrachtet, zeigt der Bezirk Kufstein eine besorgniserregende Entwicklung in Bezug auf Gewaltverbrechen. Laut der aktuellen Kriminalitätsstatistik für 2024, veröffentlicht von MeinBezirk, wurden im Bezirk insgesamt 5.114 Delikte angezeigt. Obwohl die Aufklärungsquote bei 64,5 % liegt und damit die höchste in Tirol ist, gab es einen Anstieg der „Strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben“, mit 1.051 Fällen, was einem Zuwachs von 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist besonders alarmierend, da auch die Anzahl der vorsätzlichen Körperverletzungen um 13,6 % gestiegen ist.
Die Polizei hat bereits angekündigt, verstärkt auf Gewaltprävention zu setzen und die Kontrollen im Bereich Suchtmittel zu intensivieren. Es bleibt zu hoffen, dass in Anbetracht dieser Entwicklungen schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.