Am 22. Jänner 2026 fand im Begegnungscafé der Lebenshilfe Osttirol eine spannende Veranstaltung statt, bei der Schüler:innen aus Lienz und der finnischen Stadt Kokkola zusammenkamen, um über Demokratie, Partizipation und Inklusion zu diskutieren. Die Initiative versammelte 15 Schüler:innen des Gymnasiums Lienz und 15 Schüler:innen ihrer Partnerschule in Finnland, die sich gegenseitig interviewten und Klient:innen der Lebenshilfe befragten, die dort im Café arbeiten. Diese Interaktion sollte den Begriffen Demokratie, Partizipation und Inklusion ein persönliches Gesicht geben und verdeutlichen, was diese Werte für die Gesellschaft bedeuten.

Die Schüler:innen verwendeten Handys und Fotokameras, um ihre Erkenntnisse in Form von Fotos und Kurzvideos festzuhalten. Dolomitenstadt-Reporterin Alexandra Hassler dokumentierte den Vormittag, um die Umsetzungen und das Engagement der Teilnehmenden festzuhalten. Diese Projekte sind nicht nur wichtige Schritte für die individuelle Entwicklung der Schüler:innen, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes, die durch solche Initiativen lebendiger und inklusiver wird. Dolomitenstadt berichtet, dass solche Aktivitäten notwendig sind, um die gesellschaftliche Teilhabe für alle zu fördern und zu erweitern.

Politische Bildung und Inklusion

Die Diskussion über inklusive Bildung geht Hand in Hand mit der Notwendigkeit einer fundierten politischen Bildung. Zu den Rahmenbedingungen für inklusive Bildung wurde auf einem Panel, moderiert von Richard Heinen vom learninglab, über die Zusammenarbeit auf schulischer, kommunaler und Landesebene gesprochen. Ziel dieser Gespräche war es, die optimale Umsetzung inklusiver Bildung in der Praxis zu diskutieren. Die Teilnehmenden des Panels, darunter Thorsten Altenburg-Hack, Constantin Grosch und Nicole Schäfer, brachten ihre Perspektiven und Erfahrungen ein, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen und Chancen in diesem Bereich zu schaffen. Mehr dazu auf der Website von UNESCO.

Politische Bildung ist essenziell für die Verteidigung und Vertiefung der Demokratie. Die studentische Veranstaltung zeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen lernen, politisch zu handeln. In einer Demokratie ist es entscheidend, dass die Bürger:innen über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um sich aktiv einzubringen. Politische Macht muss auf freien und geheimen Wahlen basieren, und alle Bürger:innen sollten Möglichkeiten haben, sich einzumischen und politische Entscheidungen zu beeinflussen. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung ist es auch wichtig, dass politische Bildung Inklusion als Aufgabe annimmt und sicherstellt, dass alle Menschen die Kompetenzen zur politischen Beteiligung erwerben können. Nur so kann eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe gewährleistet werden, die auch benachteiligte Gruppen umfasst. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Seite der bpb.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltungen in Lienz und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung leisten. Sie zeigen, dass aktive Teilnahme nicht nur Verantwortung, sondern auch eine Chance ist, das eigene gesellschaftliche Umfeld aktiv mitzugestalten. Die gleichzeitige Berücksichtigung von Inklusion und Partizipation ist hierbei von zentraler Bedeutung für eine funktionierende Demokratie.