100 Schüler:innen entwerfen interaktives Theaterstück zu Chancengleichheit!

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100 Schüler:innen aus Lienz erarbeiten ein interaktives Theaterstück zum Thema Chancengleichheit. Auftakt am 3. November 2025.

100 Schüler:innen aus Lienz erarbeiten ein interaktives Theaterstück zum Thema Chancengleichheit. Auftakt am 3. November 2025.
100 Schüler:innen aus Lienz erarbeiten ein interaktives Theaterstück zum Thema Chancengleichheit. Auftakt am 3. November 2025.

100 Schüler:innen entwerfen interaktives Theaterstück zu Chancengleichheit!

Am 5. November 2025 hat der Auftakt zu einem innovativen Projekt mit dem Titel „Chancengleich“ in der LLA Lienz stattgefunden. Unter der Leitung von Mirjam Reith, die im Regionsmanagement Osttirol tätig ist, arbeiten 100 Schüler:innen verschiedener Lienzer Oberstufenschulen an einem interaktiven Theaterstück. Ziel des Projekts ist es, Rollenbilder zu hinterfragen und Privilegien sichtbar zu machen, während die Perspektive auf Chancengleichheit in den Fokus rückt.

Mit einem Anmeldeschluss für interessierte Klassen, der Anfang Juli fiel, und einer inspirierenden Auftaktveranstaltung begann das Vorhaben, das durch Workshops mit Expert:innen, darunter die Theaterpädagogin Anna Lukasser-Weitlaner, ergänzt wird. Das Projekt erhält zudem Unterstützung von der Lebenshilfe Lienz und verschiedenen Musikschulen aus Lienz und Sillian.

Interaktive Theaterarbeit

Das Theaterstück wird gemeinsam in verschiedenen Bereichen erarbeitet. Dazu zählen die Erstellung des Skripts, Schauspiel, Bühnenbild und Requisite, Kostüm und Maske, sowie Marketing und Eventmanagement. Ein besonderes Highlight wird das interaktive Rollenspiel „Walk of Privilege“ bei der Auftaktveranstaltung gewesen sein, bei dem Teilnehmer:innen in verschiedene Rollen schlüpfen, darunter Personen mit Migrationshintergrund und solche mit Beeinträchtigungen. Diese Herangehensweise soll den Schüler:innen ein besseres Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten und Privilegien vermitteln.

Die geplanten Aufführungen des Theaterstücks sind für Ende Juni 2026 angesetzt, und es wird ein kreativer Ansatz verfolgt, der die schulübergreifende Zusammenarbeit fördert und sich mit sozialen Gerechtigkeitsthemen auseinandersetzt. Das Projekt fällt in den Kontext der Theaterpädagogik, wie sie beim GRIPS Theater praktiziert wird, das als emanzipatorisches Kinder- und Jugendtheater bekannt ist. Laut Theater in Bewegung zielt deren Ansatz darauf ab, Menschen aus sozialen Bewegungen und NGOs künstlerische Aktionsformen näher zu bringen.

Fokus auf Gerechtigkeit und Teilhabe

Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Sensibilisierung für Themen wie soziale Gerechtigkeit, Armut und Migration. Diese Themen stehen im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen, die die Bedeutung von Geschlechtergleichheit und der Reduzierung von Ungleichheiten betonen. Die Bundesvereinigung kultureller Kinder- und Jugendbildung hebt hervor, dass der direkte Kontakt zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen Erfahrungen das Verständnis globaler Zusammenhänge fördert und ein starkes Gerechtigkeitsgespür weckt.

Die Workshops, die im Rahmen des „Chancengleich“-Projekts stattfinden, sind ein Teil einer breiteren Initiative, die es Jugendlichen ermöglicht, sich künstlerisch auszudrücken und aktiv an der Diskussion über Gerechtigkeitsthemen teilzunehmen. Damit wird nicht nur eine Plattform geschaffen, um gehört zu werden, sondern auch um актив künstlerische Aktionen zu starten, die gesellschaftliche Fragestellungen adressieren.

Insbesondere nach den Herausforderungen der Corona-Zeit bieten solche Projekte eine wertvolle Möglichkeit, die Resilienz der Jugendlichen zu stärken und sie in ihrer persönlichen sowie sozialen Entwicklung zu unterstützen.