Tirol

Lawinenwarndienst beendet Wintersaison – 260 Lawinenabgänge mit 110 Beteiligten und sieben Toten

Faszinierende Einblicke in die gefährliche "Gleitschnee-Wintersaison"

Das Ende der Wintersaison markiert auch das Ende des täglichen Lawinenlageberichts durch den Lawinenwarndienst der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino. Laut Patrick Nairz, Leiter des Lawinenwarndienstes des Landes Tirol, wird der vergangene Winter aufgrund der häufigen Gleitschneeereignisse als besonderer Winter in die Geschichtsbücher eingehen. Insgesamt wurden 260 Lawinenabgänge verzeichnet, an denen 110 Personen beteiligt waren, wobei sieben Wintersportler ihr Leben verloren.

Die Wintersaison 2023/2024 lag mit den sieben Todesfällen unter dem jährlichen Durchschnitt der letzten 20 Jahre von elf tödlich Verunglückten. Trotz des insgesamt günstigen Schneedeckenaufbaus war der Winter geprägt von großen Schneemengen im Hochgebirge, wenig Schnee in tieferen Lagen und häufig hohen Temperaturen. An 123 Tagen gab es mindestens in einer Region Probleme mit Gleitschnee. Die höchste Lawinengefahrenstufe 5 (sehr groß) musste jedoch nie ausgerufen werden, während an zwölf Tagen die Stufe 4 (groß) gültig war.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair zeigte sich erfreut über die steigenden Zugriffszahlen auf den Lawinenreport, die sich auf fünf Millionen beliefen und im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hatten. Mair betonte, dass die professionelle Arbeit des Lawinenwarndienstes dazu beigetragen hat, zahlreiche Unfälle zu verhindern. In Zeiten ohne täglichen Report wird über den Blog des Warndienstes weiterhin über kritische Lawinensituationen informiert.

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