Am 11. Jänner 2026 kam es in den Tiroler Bergen zu mehreren Lawinenabgängen, die zu einer großangelegten Suchaktion führten. In St. Anton am Arlberg, einem beliebten Wintersportort, wurden zwei Personen bei den Vorfällen leicht verletzt. Rettungskräfte wurden sofort alarmiert und leisteten Erste Hilfe. Weitere Infos zu den Verletzungen sind noch unklar, jedoch wurde bekannt, dass eine Person mit einer Armverletzung ins Krankenhaus geflogen wurde. Der zweite Abgang ereignete sich in der Region Galzig, wo eine Person leicht verletzt, jedoch nicht verschüttet wurde. Neben den Verletzten gab es auch einen Wintersportler, der im Bereich der Rofanspitze in Münster verschüttet wurde, aber unverletzt blieb. Zeugen berichteten von vier bis fünf Skifahrern, die sich in dem betroffenen Gebiet befanden.

Die Suchaktion nach weiteren Verschütteten wurde nach intensiven Bemühungen eingestellt, da keine weiteren Personen unter dem Schnee vermutet wurden. Zudem gab es am Sonntagvormittag bereits weitere Meldungen von Lawinenabgängen, die allerdings keine Verletzten zur Folge hatten. Um das Risiko für Wintersportler zu minimieren, wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen, im freien Gelände äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Warnungen und Gefahrenstufen

Die Lawinenwarnstufe in Tirol und Vorarlberg war auf die zweithöchste Stufe 4 angehoben worden, was eine „große Gefahr“ für Skifahrer und Bergwanderer bedeutet. Diese Stufe wurde auf Grundlage der Europäische Lawinengefahrenstufenskala definiert, die sich seit 1993 etabliert hat. Die Skala berücksichtigt drei Hauptparameter: die Schneedeckenstabilität, die Häufigkeit von Gefahrenstellen im Gelände und die potenzielle Lawinengröße. Bei Stufe 4 ist die Gefahr für Leib und Leben deutlich erhöht im Vergleich zu Stufe 2, bei der die Gefahr als mäßig eingestuft wird. Es ist zu beachten, dass innerhalb einer Gefahrenstufe die Lawinengefahr unterschiedliche Ausprägungen haben kann, was die Situation für Wintersportler noch komplexer macht.(Lawinenwarndienst Bayern)

Diese aktuellen Lawinenereignisse machen deutlich, wie wichtig es ist, die aktuellen Warnungen zu beachten. Die Einsatzkräfte sind weiterhin im Bereitschaftsmodus, um schnell auf eventuelle neue Vorfälle reagieren zu können. 5min hebt hervor, dass die genauen Umstände der Lawinenabgänge noch zu klären sind. Die Bevölkerung wird daher eindringlich gebeten, auf die Wetterbedingungen zu achten und besonders vorsichtig zu sein.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Wintersportler in der Region vor einer erhöhten Gefahr stehen. Mit der aktuellen Wetterlage und den entsprechenden Lawinenwarnungen müssen alle Beteiligten höchste Vorsicht walten lassen, um Unfälle zu vermeiden und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Tirol ORF informiert über die fortwährenden Bemühungen der Rettungskräfte sowie die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen in den Skigebieten.