Der neueste österreichische Krimi, der unter dem Titel „Schnee von gestern“ firmiert, hat in den vergangenen Tagen für gemischte Reaktionen gesorgt. Der Artikel auf Dolomitenstadt beschreibt den Film als ein seltsames filmisches Machwerk, dessen Handlung in einem düsteren, leblosen Dorf namens „Inner-Ainöd“ in Osttirol angesiedelt ist. Die Charaktere des Films erscheinen als starr blickende Figuren, die durch zusammengewürfelte Szenarien und Jahreszeiten taumeln.
In der Inhalte des Films wird ein Mord an dem gesichtslosen Politiker Konrad Kofler aufgearbeitet, dessen Leiche im Tristacher See gefunden wurde. Der Film spielt mit verschiedenen Spannungselementen, doch Kritiker bemängeln die zusammenhanglose und wenig motivierte Erzählweise. Simon Morzé, der den Ermittler verkörpert, wird als nicht überzeugend wahrgenommen, während Marlene Hauser anscheinend kaum versucht, ihre Rolle zu leben. In den kurzen Momenten, in denen Michael Rotschopf auftritt, zeigt er allerdings professionelle Klasse.
Handlung und Charaktere
Die Obduktion von Kofler ergab, dass er Alkohol im Blut hatte und ertrunken ist, es gab jedoch keine Anzeichen von Gewaltanwendung. Seine Ermittlungen führten zu unterschiedlichen Verdachtsmomenten, da Kofler vor seinem Tod bereits in den See geworfen wurde. Ein Video dokumentiert, dass sein Fahrzeug an der eingesäten Tatortstelle zu sehen ist, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits tot war.
Der Bürgermeister von Inner-Ainöd, der sich Hoffnungen auf eine Genehmigung für eine Beschneiungsanlage machte, gerät ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Diese Entscheidung war für das Dorf von großer Bedeutung, nicht nur aus Gründen der Industrie, sondern auch wegen der drohenden Abwanderung der Bevölkerung. Informationen über die verschuldeten Dorfbewohner und deren Verbindungen zum Drogenhandel werfen zusätzliches Licht auf die komplexe Dorfgemeinschaft.
Kritik und Rezeption
Die Musik des Films, die von Franui komponiert wurde, wird als gelungener Aspekt hervorgehoben. Trotzdem bleibt der Gesamteindruck des Films eher negativ, da die Darsteller als wenig motiviert und amateurhaft beschrieben werden. Der Wikipedia-Eintrag zum Film ergänzt diese Sichtweise, insbesondere hinsichtlich der Dreharbeiten, die im November und Dezember 2023 in Osttirol stattfanden. Die Premiere fand am 23. August 2024 beim Filmfestival Kitzbühel statt und am 19. Jänner 2026 kann der Film auf ORF ON gestreamt werden. Die Erstausstrahlung auf ORF 1 folgt einen Tag später.
Der Autor des Dolomitenstadt-Artikels schlussfolgert daher, dass er sich lieber wieder Streaming-Plattformen und echten Krimis zuwenden wird. Diese Kritik findet ihre Grundlage in der allgemeinen Diskussion über die Qualität von Krimis im heimischen Film. Besondere Erwähnung findet, dass Cine Tirol für die positiven Effekte im wirtschaftlichen, medialen und filmtouristischen Bereich gelobt wird.
In einem breiteren Kontext betrachtet, zeigt sich, dass der österreichische Krimimarkt aktuell eine Vielzahl an Produktionen präsentiert. Laut Filmdienst gibt es eine Vielfalt von Kriminalfällen in der Alpenregion, die oft mit besonderen lokalen Gegebenheiten spielen. So werden spektakuläre Mordfälle, verstörende Serien und eindringliche Psychogramme präsentiert, die das Genre vielseitig gestalten.