Giovanni Franzoni hat am 24. Jänner 2026 die prestigeträchtige Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. Der 24-jährige Italiener setzte sich mit einer Zeit von 1:52,31 Minuten nur sieben Hundertstel vor dem Schweizer Marco Odermatt und 0,39 Sekunden vor Maxence Muzaton aus Frankreich durch. Dieser Sieg stellt Franzonis zweiten Weltcupsieg dar, nachdem er eine Woche zuvor den Super-G in Wengen gewonnen hatte. Mit seiner herausragenden Leistung erhält er ein Rekord-Siegerpreisgeld von 101.000 Euro (brutto), wie vol.at berichtet.
Das Rennen fand vor beeindruckenden 50.000 Zuschauern statt, darunter auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Zlatan Ibrahimovic und Ingemar Stenmark. In einer bemerkenswerten Wende der Ereignisse fiel kein österreichischer Fahrer in die Top Ten, was als historisches Debakel für das ÖSV-Team gilt. Vincent Kriechmayr erzielte den 12. Platz, während Raphael Haaser und Stefan Babinsky ebenfalls die Top 15 verpassten.
Franzoni und der emotionale Sieg
Franzoni äußerte sich nach dem Rennen überwältigt und sprach von der großartigen Unterstützung der Zuschauer. Er fühlte sich gestärkt und voller Selbstbewusstsein, da er insbesondere an seinen verstorbenen Skiweggefährten Matteo Franzoso dachte. Der Sieg markiert auch einen Bruch in der Schweizer Dominanz, nachdem Odermatt und seine Landsleute in den ersten vier Saisonrennen jeweils den ersten Platz belegten. Trotz seines 100. Podestplatzes im Weltcup zeigt sich Odermatt enttäuscht über den knappen Rückstand.
In der Gesamtwertung hinter Franzoni belegte Odermatt den zweiten Platz, gefolgt von Muzaton auf dem dritten Platz. Überraschend war Luis Vogt aus Deutschland, der mit einem hervorragenden achten Platz, trotz der hohen Startnummer 40, sein bestes Weltcupergebnis erzielte. Auch wenn er 0,95 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kam, gibt es Diskussionen über seine mögliche Rolle im deutschen Olympiateam, da er nicht für die Winterspiele nominiert wurde.
Sicherheitsvorkehrungen und Renndurchführung
Die Abfahrt wurde im Vorfeld entschärft, um den Sicherheitserfordernissen Rechnung zu tragen. Dies war eine Antwort auf wiederholte Bedenken hinsichtlich der Strecke, die in der Vergangenheit für ihre Herausforderungen bekannt war. Diese Anpassungen könnten auch erklären, warum die österreichischen Fahrer in diesem Jahr Schwierigkeiten hatten, im Rennen mithalten zu können, wie auch zeit.de bestätigt.
Über die Jahre hat das Hahnenkammrennen nicht nur die stärksten Rennfahrer der Welt angezogen, sondern ist auch ein zentrales Ereignis im Ski-Weltcup geworden. Es wird jedoch nicht immer ausgetragen, wie die Geschichte des Wettkampfes zeigt, in der es mehrere Jahre ohne Rennen gab, zuletzt im Jahr 2026, wo keine Austragung stattfand, laut Wikipedia.
Der unerwartete Ausgang des diesjährigen Hahnenkamm-Rennens könnte weitreichende Auswirkungen auf die mentale Verfassung der österreichischen Athleten haben, insbesondere auf Kriechmayr, der mit seiner Leistung unzufrieden ist und plant, die nächste Abfahrt in Crans Montana auszulassen. Stefan Babinsky und Raphael Haaser werden ebenfalls vor Herausforderungen stehen, um ihre Leistungen in den kommenden Rennen zu verbessern.