Am Sonntag, dem 18. Jänner 2026, wurde in Innsbruck ein bedeutender Schritt in der Verkehrsinfrastruktur vollzogen: Die 1.400 Tonnen schwere Rauchmühlbrücke wurde erfolgreich eingefahren. Dieses komplexe Unterfangen erforderte zahlreiche Vorbereitungen, die bereits am 7. Jänner mit der Sperrung der Bahnstrecke zwischen der Bahnhaltestelle Rum und dem Hauptbahnhof Innsbruck begannen. Bis zu 90 Busse wurden als Schienenersatzverkehr eingesetzt, um den öffentlichen Verkehr aufrechtzuerhalten.

Die Brücke wurde zunächst auf eine Höhe von fünf Metern angehoben, bevor sie mit speziellen Transporteinheiten rund 100 Meter über die Hallerstraße zu den Brückenwiderlagern transportiert wurde. Nach einer präzisen 90-Grad-Drehung fand die Brücke millimetergenau ihre endgültige Position. Die ÖBB bezeichneten das Einfahren der Brücke als eine der anspruchsvollsten Arbeitsphasen. Diese Modernisierung ist notwendig, da die alte Eisenbahnbrücke ihre technische Lebensdauer von über sechs Jahrzehnten überschritten hatte und durch Witterungseinflüsse stark geschädigt war.

Details zum Neubau der Rauchmühlbrücke

Der Neubau der Rauchmühlbrücke wird als „Walzträger in Beton“-Konstruktion errichtet und soll bis Mai 2026 fertiggestellt sein. Diese neue Brücke wird etwa 1.000 Tonnen wiegen, was im Vergleich zu den 50 Tonnen der alten Brücke einen erheblichen Unterschied darstellt. Die moderne Bauweise soll nicht nur die Struktur verbessern, sondern auch einen ruhigeren Zuglauf und weniger Lärmbelästigung für die Anwohner gewährleisten.

Während der Bauarbeiten sind Verkehrseinschränkungen auf der Hallerstraße zu erwarten, darunter eine Sperrung von einer Fahrspur je Richtung sowie eine reduzierte maximale Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen. Die Breite der neuen Brücke beträgt 11,25 Meter mit einer Spannweite von 29 Meter und sie wird zwei Streckengleise umfassen.

Schienenersatzverkehr und zukünftige Verkehrsinvestitionen

Die Sperre der Bahnstrecke wird voraussichtlich bis einschließlich 29. Jänner anhalten, während Arbeiten an den Widerlagern und der eisenbahntechnischen Ausrüstung durchgeführt werden. Rund 270 Züge verkehrten täglich über die alte Brücke, weshalb die Notwendigkeit eines reibungslosen Transports während der Bauzeit von enormer Bedeutung ist. Die ÖBB erwartet, dass die neue Brücke eine längere Nutzbarkeit bietet und somit die Effizienz im Bahnverkehr steigert.

Im Rahmen von umfassenden Planungen zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur investiert die Bundesregierung in Deutschland signifikante Mittel, um die Verkehrsadern zu stärken. Bis 2029 sollen über 169 Milliarden Euro in verschiedene Verkehrsprojekte fließen, mit einem besonders hohen Betrag von über 33 Milliarden Euro, die für das Jahr 2026 allein für Schienen, Straßen und Wasserwege vorgesehen sind. Diese Investitionen zielen darauf ab, die Lebensqualität in den Städten und Regionen zu verbessern und den öffentlichen Verkehr zu optimieren.

Die Initiativen zur Verbesserung der Infrastruktur stehen im Einklang mit dem Grundsatz „Erhalt vor Neubau“, wobei viel Wert auf die Sanierung bestehender Strukturen gelegt wird, während gleichzeitig die Effizienz und Geschwindigkeit zukünftiger Projekte erhöht werden sollen.