Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Rauchmühlbrücke über die Hallerstraße in Innsbruck haben am Mittwoch, den 7. Jänner 2026, begonnen. Diese Maßnahme wird aufgrund des Alters der alten Stahlbrücke erforderlich, die das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht hat. Mit dem Abriss der alten Brücke wird der Bau einer neuen „Walzträger in Beton“-Brücke durch die ÖBB bis Mai 2026 realisiert. Diese neue Brücke wird etwa 1.000 Tonnen wiegen, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zu den 50 Tonnen der alten Brücke darstellt.

Um den Pendlern den Zugang während dieser Bauarbeiten zu erleichtern, wurde ein Schienenersatzverkehr etabliert. Bis zu 90 Busse werden die Züge ersetzen und zwischen den zentralen Umstiegspunkten am Hauptbahnhof Innsbruck und dem Bahnhof Hall in Tirol im 15-Minuten-Takt pendeln. Die REX-Verbindungen aus dem Unterland enden an der Haltestelle Rum, von wo aus Fahrgäste auf Linien der IVB und VVT wechseln können. ÖBB-Tickets gelten in diesem Zeitraum auch als Fahrscheine für die direkten Busverbindungen zum Hauptbahnhof Innsbruck. Weitere Details zu den Verbindungen sind in der elektronischen Fahrplanauskunft zu finden, die unter „Sperre Weststrecke Tirol – ÖBB“ abrufbar ist.

Verkehrseinschränkungen und Baufortschritt

Die Baufreigabe erfordert diverse Verkehrseinschränkungen auf der Hallerstraße, da nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung stehen wird. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird aus Sicherheitsgründen verringert. Während der Bauzeit können phasenweise auch Einschränkungen der Radwegverbindung vorkommen. Besonders deutlich sind die Straßensperren zwischen Freitag, dem 9., und Sonntag, dem 11. Jänner, jeweils zwischen 20.00 und 6.00 Uhr. Weitere Einschränkungen sind von Mittwoch, dem 14., bis Donnerstag, dem 15. Jänner, sowie am Freitag, dem 16., bis Samstag, dem 17. Jänner, jeweils zwischen 21.00 und 2.00 Uhr zu erwarten. Ein vollständiger Durchgang auf der Hallerstraße ist zudem von Sonntag, dem 18. Jänner, 6.00 Uhr, bis Montag, dem 19. Jänner, 05.30 Uhr, nicht möglich.

Die Baustellen sind Teil eines umfassenden Infrastrukturprojekts, das die Bundesregierung plant. Insgesamt sollen bis 2029 166 Milliarden Euro in die Infrastruktur investiert werden, mit einem besonderen Fokus auf die Sanierung maroder Bahnstrecken und Autobahnbrücken. Rund 107 Milliarden Euro sind für die Schiene vorgesehen, was eine Erhöhung der Mittel im Vergleich zur Vorgängerregierung darstellt. Diese Maßnahmen sollen langfristig die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs verbessern, auch wenn Reisende mit Baustellen und Einschränkungen rechnen müssen.

Die ÖBB hat angekündigt, dass nach dem Brückeneinschub ein Wiederaufbau des Mauerwerks stattfinden wird, das entsprechend der ursprünglichen Struktur restauriert wird. Dies schließt das vorübergehende Entfernen von Mauerwerksteinen, die nummeriert werden, ein. Die Leistungen sollen dazu beitragen, einen ruhigen Zuglauf zu gewährleisten und die Lärmbelästigung für Anwohner zu verringern. Die neue Brücke wird mit Spezialfahrzeugen in Position gebracht, was eine präzise Planung und Durchführung erfordert.

Insgesamt berücksichtigt der Neubau der Rauchmühlbrücke die aktuellen Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur und unterstützt gleichzeitig die Bemühungen um klimaschonende Mobilität und moderne Reisemöglichkeiten. Die ÖBB und die Stadt Innsbruck sind bemüht, die Anwohner und Pendler zeitnah über notwendige Änderungen und den Fortschritt der Bauarbeiten zu informieren.

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