Tirol

Forderung nach Zwangsversteigerungen: Kitzbühel im Immobilienstreit

Streit um reiche Hausbesitzer in Kitzbühel erreicht seinen Höhepunkt

Die Region Kitzbühel in Österreich ist bekannt für ihre Schönheit und Attraktivität, die viele wohlhabende Hausbesitzer anzieht. Ein jährliches Highlight in Kitzbühel ist das Hahnenkamm-Rennen, bei dem der Ort von Reichen und Prominenten regelrecht überflutet wird, da viele von ihnen Eigentum in der Region besitzen. Eine signifikante Anzahl dieser ausländischen Millionäre nutzen ihre Immobilien jedoch nicht als Hauptwohnsitz, was Unmut bei den Einheimischen hervorruft.

Die Bewohner von Kitzbühel sehen in den Teilzeitnutzern und Investoren eine treibende Kraft für die steigenden Immobilienpreise in der Region. Laut dem Tiroler Raumordnungsgesetz sollte der Anteil an Freizeitwohnsitzen in einer Gemeinde acht Prozent nicht überschreiten, um Spekulationen vorzubeugen. Doch in Kitzbühel liegt dieser Anteil derzeit bei rund 17 Prozent, was die Einhaltung des Gesetzes in Frage stellt.

Einheimische fordern daher strengere Maßnahmen, darunter Zwangsversteigerungen von Häusern, die von Reichen als Feriendomizile genutzt werden. Dieser Druck führte dazu, dass einige prominente Persönlichkeiten wie Porsche-Finanzchef Lutz Meschke aus der Gemeinde vertrieben wurden. Andreas Fuchs-Martschitz, ein ehemaliger Zahnarzt und nun Stadtrat, setzt sich für noch intensivere Kontrollen ein, um den Verkauf der Heimat zu stoppen.

Die Tourismusbranche in Kitzbühel hingegen widersetzt sich den schärferen Kontrollen, die von Schein-Hauptwohnsitzen sprechen. Der Obmann des Tourismusverbandes, Christian Harisch, kritisiert diese Maßnahmen als „illegale Praxis“ und betont die negativen Auswirkungen auf den Tourismus. Lokale Gewerbetreibende schließen sich zusammen, um gegen diese Kontrollen zu protestieren, da ein Verlust der teilzeitigen Bewohner die Branche massiv schädigen würde.

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