Tirol

Dosierungsmaßnahme Achenseestraße: Erfolgreiches Pilotprojekt entlastet Anwohner

Verkehrsentlastung in Tirol: Neue Maßnahmen entlang der Achenseestraße.

Die Lkw-Blockabfertigung auf der Inntalautobahn ist seit Jahren ein Thema in der Region. Nun plant das Bundesland Tirol eine weitere Dosierungsmaßnahme – diesmal auch für Autos entlang der Achsenseestraße. Ein Pilotprojekt ist bereits abgeschlossen. An der Achenseestraße in Tirol hat die Polizei an vier Samstagen im Februar und März eine sogenannte Dosierungsmaßnahme durchgeführt. Die zuständigen Behörden wollen Maßnahmen erarbeiten, die die B181 und die Anwohner auf österreichischer Seite entlasten. Die Technik soll nochmals im Jahr 2025 eingesetzt werden, wie das Land Tirol mitteilte.

Die gewählten vier Pilot-Samstage zählen zu den verkehrsintensivsten Tagen des Jahres in Tirol und darüber hinaus. Bezirkshauptmann Michael Brandl erklärte, dass die Dosierungsampel in voller Belastung getestet wurde. Der Verkehr südlich der Ampel war weitgehend flüssig und entlastete vor allem die Anwohner. Nördlich der Ampel kam es vereinzelt zu Staubildung, wobei die maximalen Wartezeiten bei etwa zwölf Minuten lagen. Dies war deutlich kürzer als ohne die Maßnahmen, so der Planungsverbandobmann und Bürgermeister von Achenkirch Karl Moser.

Das Ziel der Dosierampel ist es, das Verkehrsproblem einzudämmen, wobei es kein "Allheilmittel" ist. Verkehrslandrat René Zumtobel betont, dass zusätzliche Maßnahmen wie Vermeiden, Verlagern und Verbessern erforderlich sind. Brandl fügte hinzu, dass Staus, besonders an verkehrsintensiven Wochenenden, nie vollständig vermeidbar sind. Die Erkenntnisse der Maßnahmen im Jahr 2024 fließen bereits in die Planungen für das kommende Jahr 2025 ein.

Ab 700 Fahrzeugen pro Stunde wäre die Maßnahme sinnvoll, was auf der Achenseestraße normalerweise nur an fünf Samstagen im Jahr vorkommt, hauptsächlich in den Wintermonaten. Besonders betroffen sind Fahrer aus Bayern, die vom Tegernsee oder Lenggries in Richtung Österreich Achensee unterwegs sind. Um die Straße weiter zu entlasten, werden Verkehrsteilnehmer überwiegend über Kufstein und die Inntalautobahn in Richtung Süden geleitet. Hinweisschilder an der Autobahnabfahrt Holzkirchen im Landkreis Miesbach halten die Fahrer davon ab, die Autobahn zu verlassen, was bereits positive Auswirkungen zeigt.

Das Pilotprojekt, das in Kooperation mit bayerischen Landkreisen und Tourismusverbänden durchgeführt wurde, wird als Erfolg betrachtet. Die Zusammenarbeit mit den bayerischen Nachbarn war entscheidend für die Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen, mit dem Ziel, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Anwohner zu entlasten.

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