Tesla hat im Jahr 2025 erstmals einen Umsatzrückgang verzeichnet, der die Erwartungen vieler Analysten übertraf. Die Erlöse des Unternehmens fielen um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar. Auch der Jahresgewinn sank drastisch um 46 Prozent auf etwa 3,8 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung kommt in einem Jahr, das von politischen Kontroversen und einem scharfen Wettbewerbsumfeld geprägt war, insbesondere durch starke Konkurrenz aus China.

Besonders im zweiten Quartal registrierte Tesla den größten Umsatzrückgang seit über einem Jahrzehnt: die Erlöse sanken um 12 Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar. Auch die Auslieferungen litten darunter und fielen um 13,5 Prozent auf 384.122 Fahrzeuge, was größtenteils auf einen suboptimalen Verkaufstart der erneuerten Model Y-Variante zurückgeführt wird. Verkaufszahlen brachen bereits im März weltweit ein, und der Absatz im ersten Halbjahr 2025 sank um rund 15 Prozent.

Marktanalyse und Herausforderungen

Der Absatz wurde auch durch einen Modellwechsel beim Bestseller Model Y und die Einführung des Cybertrucks gebremst, der bis dato als Flop gilt. Im dritten Quartal gab es zwar einen kurzfristigen Anstieg des Absatzes, bedingt durch die bevorstehende Auslauf der US-Elektroautoprämie, jedoch konnte dies nicht das gesamte Jahr retten.

Die Erlöse aus dem Autogeschäft fielen um 16 Prozent auf 16,66 Milliarden Dollar. Zugleich sank der Umsatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 24,9 Milliarden Dollar, wobei der Gewinn in diesem Zeitraum um 61 Prozent auf 840 Millionen Dollar fiel. Diese Zahlen verdeutlichen die Schwierigkeiten, mit denen Tesla konfrontiert ist, und wie alles stark von externen Faktoren abhängt.

Die politische Dimension

Ein wesentlicher Faktor, der zur Abwanderung potenzieller Käufer beigetragen hat, sind die politischen Ansichten von Elon Musk. Seine Äußerungen führten zu einer Diversifikation im Kaufverhalten, was sich negativ auf die Verkaufszahlen auswirkte. So hielt Musk im Jahr 2025 auch Konflikte mit US-Präsident Donald Trump zur Elektroauto-Prämie und den damit verbundenen Subventionen ab, die Ende September ausliefen.

Das Unternehmen muss auch mit einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld zurechtkommen. Wettbewerber wie Waymo betreiben bereits über 2.500 fahrerlose Fahrzeuge, im Gegensatz zu den wenigen Dutzend Robotaxis von Tesla, die in Austin im Einsatz sind und in dieser Zeit weniger als 7.000 Meilen zurückgelegt haben. Teslas Ansatz für autonomes Fahren, der stark auf kamerabasierte Systeme setzt, steht zudem in der Kritik, da Experten Bedenken hinsichtlich der Verlässlichkeit bei schlechten Lichtverhältnissen äußern.

In einem Markt, der zunehmend von Verbrennungs- und Hybridfahrzeugen dominiert wird, besteht für Tesla eine dringende Notwendigkeit, sich neu aufzustellen. Anleger reagieren auf die finanziellen Ergebnisse und den Rückgang der Auslieferungen unterschiedlich, was sich in einem Anstieg des Aktienkurses um mehr als sieben Prozent aufgrund eines höheren als erwarteten Gewinns je Aktie im vierten Quartal zeigt.

Die kommenden Monate könnten entscheidend für die Tragfähigkeit von Teslas Ansatz im autonomen Fahren und die künftige Unternehmensstrategie sein. Elon Musk bleibt optimistisch und betont weiterhin die Bedeutung von autonomem Fahren und humanoiden Robotern als Eckpfeiler für die Zukunft von Tesla.

Für weitere Einzelheiten zu den Entwicklungen bei Tesla besuchen Sie Vienna.at, ZDF und Industrie Magazin.