Die ukrainische Stadt Lwiw wurde in der Nacht zum 22. Februar 2026 von schweren Bombenexplosionen erschüttert. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Anschläge als „zynischen und grausamen Terroranschlag“. Die Gewalt ereignete sich während eines Einsatzes der Sicherheitskräfte, die auf einen angeblichen Einbruch reagierten.

Bei den Explosionen kam eine 23-jährige Polizistin ums Leben, während 25 weitere Menschen, darunter mehrere Beamte, teils schwer verletzt wurden. Auch zwei Fahrzeuge, unter ihnen ein Streifenwagen, erlitten Schäden. Die mutmaßliche Täterin, eine 33-jährige Ukrainerin, wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei wurde sie von russischen Geheimdiensten zur Tat angestiftet.

Details zum Anschlag

Die Explosionen ereigneten sich kurz nach Mitternacht. Die erste Explosion detonierte, als die Sicherheitskräfte am Tatort eintrafen, während die zweite Explosion stattfand, als Unterstützungskräfte eintrafen. Bürgermeister Andrij Sadowyj und Innenminister Ihor Klymenko bestätigten die Terroranschlags-Theorie, wobei Selenskyj erklärte, dass der Anschlag von einer russischen Organisation verübt worden sei.

Die Behörden wurden aufgefordert, Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Verbrechen zu erarbeiten. Selenskyj forderte zudem eine Stärkung der Luftverteidigung, da die Region Lwiw, die nur etwa 50 Kilometer von der EU-Grenze entfernt liegt, häufig Ziel russischer Raketen- und Drohnenangriffe ist.

Zusätzliche Angriffe und internationale Reaktionen

In der gleichen Woche ereigneten sich neue russische Angriffe im Kiewer Gebiet, die einen Toten und 15 Verletzte, darunter vier Kinder, zur Folge hatten. Russland setzte beinahe 300 Drohnen und 50 Raketen ein, und die betroffenen Gebiete umfassten Kiew, Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Mykolajiw, Odessa, Poltawa und Sumy. Insgesamt wurden in dieser Woche mehr als 1.300 Kampfdrohnen, über 1.400 Gleitbomben und zahlreiche Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Die Ereignisse in Lwiw werfen ein Licht auf die eskalierende Gewalt in der Region und die wachsende Häufigkeit terroristischer Angriffe in der EU, ein Thema, das durch die Daten von Europol zur Anzahl terroristischer Angriffe und Festnahmen zwischen 2006 und 2023 verdeutlicht wird. Diese Daten wurden am 6. Jänner 2025 veröffentlicht und zeigen einen besorgniserregenden Trend, der auch die Aufmerksamkeit auf internationaler Ebene auf sich zieht. Weitere Informationen zu den Terroranschlägen in der EU finden sich auf Statista.

Die aktuellen Entwicklungen in Lwiw unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsstrategie, um die Zivilbevölkerung vor derartigen Angriffen zu schützen und der Bedrohung durch Terrorismus entgegenzuwirken.

Für mehr Details zu den Explosionen in Lwiw und der Reaktion der ukrainischen Regierung besuchen Sie bitte Vienna.at und Spiegel. Informationen zu den terroristischen Aktivitäten in der EU finden Sie auf Statista.