Am 15. Februar 2026 berichtet exxpress.at, dass der geplante Start der bemannten Mondmission „Artemis 2“ aufgrund technischer Probleme auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Bei einem kürzlich durchgeführten Test am Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida verhinderten Schwierigkeiten bei der Wasserstoff-Befüllung der „Space Launch System“ (SLS)-Rakete den reibungslosen Ablauf. Hierbei vermutet die NASA einen defekten Filter, der jetzt ausgetauscht werden soll.
Ein kommendes „Wet Dress Rehearsal“ (WDR) ist für diesen Monat vorgesehen, bei dem die NASA alle Abläufe bis auf den tatsächlichen Start frisch testen möchte. Bei einer ersten Generalprobe zu Beginn des Monats traten Wasserstoff-Lecks auf, was einen Austausch von Dichtungen notwendig machte. Der ursprünglich geplante Starttermin am 6. Februar ist somit nicht mehr im Zeitplan, und die NASA erwartet nun, frühestens im März starten zu können.
Details zur Mission Artemis 2
Die „Artemis 2“-Mission soll dabei helfen, 2023 erstmals seit über 50 Jahren wieder Menschen in die Nähe des Mondes zu bringen. US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen werden während der etwa zehntägigen Mission den Mond umrunden. Zuletzt landeten 1972 US-Astronauten auf lunarer Oberfläche.
In einem Test am Kennedy Space Center lädt die NASA auch flüssigen Wasserstoff in die Rakete, wie spaceflightnow.com berichtet. Dieser Test dient zur Überprüfung von Reparaturen am Umbilical, da ein früherer Countdown-Probelauf am 2. Februar wegen Wasserstoff-Lecks gestoppt werden musste. Ingenieure testen nun die neuen Dichtungen, die innere Wasserdichtheit gewährleisten sollen. Flüssiger Wasserstoff stellt zudem ein hohes Risiko dar, da er extrem explosiv ist, wenn er mit Luft in Kontakt kommt. Die gesammelten Daten aus diesem Test sind entscheidend für die Planung des nächsten Wet Dress Rehearsal.
Hintergrund des Artemis-Programms
Das Artemis-Programm ist ein frisches Kapitel in der amerikanischen Raumfahrtgeschichte und soll, als Teil eines multinationalen Projekts, Astronauten erneut auf den Mond bringen. Der Rahmen des Projekts wurde unter Präsident Donald Trump im Jahr 2019 initiiert. Sein Ziel ist es, nicht nur Menschen auf dem Mond zu landen, sondern auch die erste Frau dorthin zu bringen, wie auf Wikipedia zu lesen ist. In diesem Zusammenhang ist die erste Mondlandung nun, aufgrund diverser Verzögerungen, auf 2027 angesetzt.
Die NASA befindet sich in einem Wettlauf mit China, das eine bemannte Mondlandung für 2030 plant. Das Artemis-Programm, das die Rückkehr zur Ausstellung von Astronauten auf dem Mond beinhaltete, hat mehrere Anpassungen der Zeitpläne erfahren müssen. Zukünftige unbemannte Missionen und weitere Aspekte werden weiterhin zur Unterstützung des Artemis-Programms angestoßen.