
Am 28. März 2025 wurde die Region um Zentralmyanmar von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7 erschüttert, das vor allem die Städte Sagaing und Mandalay betroffen hat. Heimische Hilfsorganisationen berichten von einer dramatischen Situation, in der sie von tausenden möglichen Opfern ausgehen. Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, appelliert eindringlich an die Bevölkerung, Unterstützung zu leisten. Die Zerstörungen sind immens, und viele Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz.
Nach ersten Berichten sind mehrere tausend Menschen tot oder verletzt. Darüber hinaus sind rund sechs Millionen Menschen infolge der Katastrophe betroffen. Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Samariterbundes, hebt hervor, dass jede Minute zählt, um den Betroffenen zu helfen. Die Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur sind gravierend, und es sind schnelle Maßnahmen zur medizinischen Versorgung, zur Bereitstellung von Notunterkünften und zur Verteilung von lebensnotwendigen Gütern erforderlich.
Dringende Hilfsmaßnahmen notwendig
Die Katastrophenhilfseinheit des Samariterbundes ist bereits einsatzbereit und kann rasch reagieren. Vor Ort arbeiten Partnerorganisationen, wie die Salesianer Don Boscos, die in der Region mehrere Einrichtungen betreiben. Eines der Häuser beherbergt rund 120 Kinder und befindet sich etwa 60 Kilometer östlich des Epizentrums in Anisakan. Myanmar, eines der ärmsten Länder der Welt, war bereits vorher mit großen Herausforderungen konfrontiert, da mehr als ein Drittel der Bevölkerung an oder unter der Armutsgrenze lebt.
Die Caritas international hat umgehend 100.000 Euro für Soforthilfemaßnahmen bereitgestellt und arbeitet eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, um die Hilfe schnellstmöglich umzusetzen. Oliver Müller, der Leiter der Caritas international, betont die Notlage der betroffenen Menschen und die Dringlichkeit der Hilfsmaßnahmen. Es besteht ein akuter Bedarf an sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Lebensmitteln und sicheren Notunterkünften.
Verschärfte humanitäre Lage
Infolge des Erdbebens hat sich die bereits prekäre humanitäre Lage in Myanmar weiter verschärft. Vor der Katastrophe lebten über 3,5 Millionen Menschen als Binnenvertriebene aufgrund von bewaffneten Konflikten. Viele der bereits vulnerablen Gruppen, einschließlich Frauen, Kinder und Menschen mit Behinderungen, benötigen nun noch dringlicher Unterstützung. Kommunikationsinfrastrukturen sind stark betroffen, zahlreiche Menschen sind von ihren Familien abgeschnitten und vermisst.
Die Caritas Myanmar (KMSS) hat bereits ein Erkundungsteam aktiviert, um eine Bedarfsanalyse durchzuführen. Erste Berichte zeigen, dass in Mandalay mehrere Wohnhäuser eingestürzt sind. Offizielle Zahlen zu Verletzten und Todesopfern stehen noch aus, aber das Ausmaß der Zerstörung ist dramatisch sichtbar. Die Hilfsorganisationen sind in ständiger Alarmbereitschaft und haben ihre Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Bevölkerung verstärkt.
Die Caritas international ruft zur Solidarität auf und bittet um Spenden für die Erdbebenopfer. Unterstützung kann über folgende Kontodaten geleistet werden: Caritas international, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, Stichwort: CY01973 Erdbeben Myanmar Thailand. Zudem sind Online-Spenden über www.caritas-international.de möglich.
Mehr Informationen und aktuelle Entwicklungen sind auch auf exxpress.at sowie epo.de verfügbar.
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